Hell's Kitchen

Mickie Krause

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© SAT.1/ Guido Engels

+++ Mickie Krause schaffte es bis in das Finale von Hell's Kitchen. +++

Mickie Krause (43), der erfolgreichste Partysänger Deutschlands: „Ich bin nicht dabei, um acht Tage der Suppenkasper zu sein. Ich möchte ernstgenommen werden. Bei Hell‘s Kitchen sehe ich mich als Praktikant – mir liegt diese Feinmotorik nicht so gut. Frank Rosin ist ja der Mercedes unter den Köchen – ich sehe mich eher als Nissan Micra.“
 
 
 

Wohnort: Wettringen
Geburtstag: 21. Juni 1970
Bekannt aus: Mallorca – der wahre König von Mallorca.
 

 FRAGEBOGEN 

Am liebsten esse ich… Nudeln mit Mais, Thunfischsauce.
Meine Lieblingsrestaurants sind… Restaurant „An de Bahn“ in Wettringen, gehobene, sehr gut bürgerliche Küche in toller Atmosphäre! Man muss nicht weit reisen, um gut essen zu gehen! Das „Las Sirenas“ in Arenal - typisches Fischrestaurant mit wirklich guten Köchen, alles frisch, alles lecker und nicht zu teuer! Wenn es Sterneküche sein soll, dann das „Moli des Torrent“ auf Malle in St. Maria del Cami. Hier wird auch der Gaumen eines Herrn Krause verwöhnt, und das von der ersten bis zur letzten Minute! Brauche ich aber höchstens zweimal im Jahr!
Am besten koche ich… Möhrensuppe mit Garnelenspieß, Lachs mit Kartoffelkruste und dänisches Tiramisu aus Holland.
Mein Lieblingsgewürz ist… Fondor, war aber in Hell‘s Kitchen verboten! Ansonsten Muskatnuss - zu viel davon kann tödlich sein!
Beim Kochen habe ich am meisten Respekt vor… der Einhaltung des Rezeptes. Vergisst man eine Rezeptur, kann das ganze Gericht in die Hose gehen. Arbeitsabläufe sind absolut einzuhalten – hätte ich vorher nie gedacht! Auch habe ich seit Hell‘s Kitchen noch mehr Respekt vor allen Köchen dieser Welt! Wir haben es nicht einmal mit elf Personen geschafft, HK zu betreiben - die meisten Köche schaffen das alleine!
Was ich beim Kochen liebe… wenn die Gäste meine Leistungen und mein Gericht und die damit verbundene Arbeit zu schätzen wissen!
Was ich beim Kochen hasse… wenn alles beim letzten Arbeitsschritt in die Hose geht. Da bereitet man sich stundenlang auf einen Schokokuchen vor, und dann will die Sau nicht raus aus dem Glas (Weckglas)!
Bei mir zu Hause… ist meine Frau die Küchenchefin, und das wird auch so bleiben!
Frank Rosin ist... ein sehr guter Chef, der sein Handwerk versteht und dem ich leider mit etwas zu viel Respekt begegnet bin – da war ich wohl zu sehr Lehrling! Er ist absolut zu Recht ein Sternekoch, hat aber nicht vergessen, wo er herkommt! Also immer wieder zurück zu den Wurzeln und nicht vergessen, wo man herkommt. Er kocht auch nur mit Wasser, aber trotzdem viiiiiiiiiiel besser als ich! So ist das nun mal: Jeder Mensch hat Stärken - meine muss man (was das Kochen angeht) noch suchen!
Von meinen Mitkonkurrenten bei „Hell‘s Kitchen“ schätze ich besonders… Eigentlich sehe ich meine Kollegen nicht als Konkurrenten! Ich schätze Klaus, weil er nach bestem Wissen und Gewissen sein Ding gemacht hat und nicht aufgegeben hat! Ich schätze an mir, dass ich trotz einer gewissen Dame nicht zum Messer gegriffen habe und ruhig geblieben bin. Noch einen Tag länger, und ich hätte für nichts garantieren können! Ich ziehe meinen Hut vor Lady Bitch Ray. Sie ist zwar eine alte Pottsau, aber in der Küche versteht sie auch ihr Handwerk!
Bei „Hell‘s Kitchen“ habe ich gelernt… respektvoller und höflicher durchs Leben zu gehen! Auch habe ich festgestellt, dass ich in den letzten Monaten/Jahren einfach viel zu viel gearbeitet habe, und Dinge wie Urlaub, Familie, Freunde, Bildung... ziemlich auf der Strecke geblieben sind. Dank Hell‘s Kitchen weiß ich, dass ich kürzer treten muss und werde! Ich habe außerdem gelernt, dass ich nicht sehr kommunikativ bin, wenn ich mit Leuten zusammen bin, die mir nicht viel bedeuten – eigentlich etwas schade! Aber auch ich habe mich selten so ruhig und konzentriert erlebt. Das ist nicht der Krause, den man kennt! Ich habe wieder mal gelernt, die Zähne zusammen zu beißen – denn auch ich habe jeden Tag daran gedacht, auszusteigen – dieses hätte aber nicht meinen Prinzipien entsprochen. Also Augen zu und durch!
Die größte Herausforderung für mich war… die Zeit zwischen Feierabend und Dienstbeginn rumzukriegen! Leider hatte ich nicht wirklich einen vernünftigen Ansprechpartner in Hell‘s Kitchen! Ein Verbündeter hätte mir gut getan! Die meisten Kollegen waren ja eher körperlich am Ende. Ich war doch eher mental im Arsch, was aber auch auf die Arbeit der letzten Wochen (42 Jobs in 30 Tagen), Marathon,... zurückzuführen ist!
Sous-Chefs Miguel & Michael sind… absolute Meister ihres Fachs mit Nerven wie Drahtseile! Ohne Miguel und besonders Michael hätte ich noch schlechter und dümmer da gestanden. Die anderen aber wahrscheinlich auch. Vielen Dank!
Ich habe bei Hell’s Kitchen mitgemacht, weil… ich das Format klasse finde und es als Herausforderung gesehen habe! Ich wollte einfach mal was anderes machen, denn auch Musik kann mal langweilig und eintönig werden! Wir mussten (im Gegensatz zu anderen Formaten) Leistung, Arbeitswillen und Teamgeist zeigen! Unser Auftrag war, abends 60 Gäste zu bekochen. Ich als „Nichtkoch“ wollte sehen, wie weit ich komme! Wir hatten also eine Aufgabe.
Dieser Satz beschreibt meine HK-Zeit am besten: Zur falschen Zeit am falschen Ort! Die Hölle auf Erden! Sicheres Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit!

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