Josephine Klick - Allein unter Cops

Interview mit Matthi Faust

"Heute bin ich ein Schisser."

Hauptdarsteller Matthi Faust über die Faszination an Josephine Klick, scharfe Waffen und gefährliche Maschinen...

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© SAT.1/Günther Philipp

In der Serie ist Fritz geschieden, sein siebenjähriger Sohn lebt bei der Ex-Frau. Fritz hat offensichtlich erstmal mit Frauen abgeschlossen. Und dann kommt die Neue, Josephine Klick. Was nervt an der neuen Kollegin?

Matthi Faust: Zuallererst sind da ihre Ermittlungsmethoden, die das Team immer wieder in Gefahr bringen. Sie hält sich nicht an Absprachen und stellt ihre eigenen Regeln auf. Das ist in einem Beruf, in dem man sich gegenseitig das Leben anvertraut, sehr ungünstig. Durch ihre intuitive Art löst sie vielleicht manchmal Fälle schneller, nur nimmt sie keinerlei Rücksicht auf ihre Kollegen und das bringt Fritz zur Weißglut.

Und was fasziniert Fritz an Josephine?

Fritz fasziniert ihre Sturheit, mit der sie bei der Sache ist. Sie macht einfach, was sie will, obwohl es Gegenwind aus allen Richtungen gibt. Und sie wirkt manchmal auch sehr alleine – das reizt Fritz. Er fühlt sich ihr verbunden. Als würden sie die gleiche Sprache sprechen, obwohl sie gegenseitig kein Wort verstehen.

Was für ein Gefühl ist es, eine Waffe einzusetzen? 

Ein verrücktes Gefühl. Mir war nach den drei Stunden Schießtraining mulmig, weil es wahnsinnig ist, so eine Macht in der Hand zu halten. Es geht so schnell: Man zieht einmal am Abzug und schon ist ein Leben beendet. Es liegt sozusagen in deiner Hand – pervers. Die Verantwortung, die ein Polizist trägt, ist riesig.

Alexander und Fritz sind langjährige Kollegen und "Best Buddys". Was macht für Sie eine typische Männerfreundschaft aus? 

Ich weiß gar nicht, ob es so große Unterschiede zwischen einer Männerfreundschaft und anderen Freundschaftskonstellationen gibt. Wichtig ist, dass man das Gefühl hat, der andere kennt einen ganz und gar: Man muss sich nicht erklären,  wenn man nicht will. Und vor allem ist es entspannend, einen richtigen Freund zu haben, weil man sich nicht verstellen muss. Das war übrigens das Verrückte zwischen Alexander Khuon und mir. Wir kannten uns vielleicht zwei Tage und haben uns schon fast alles erzählt.

Wie würden Sie Fritz charakterisieren? 

Fritz will seine Sippe beschützen, er regelt viel über körperliche Kraft, er geht mit dem Kopf durch die Wand und kann nicht gut reden. Er ist verloren, weil er nicht mehr weiß, wie das alles funktioniert und er aber durchaus merkt, dass sich etwas ändert in seiner Umwelt, nur was genau versteht er nicht so schnell.

In der Serie sind Sie ein Liebhaber schneller Maschinen. Sind Sie privat auch ein Mensch, der gerne gefährliche Hobbys pflegt? 

Ich koche gerne. Das ist mein gefährlichstes Hobby.

Welche Erfahrungen haben Sie selbst schon mit Polizisten gemacht?

Als ich jung und wild war, hatte ich ein Voll-Cross-Motorrad. Wir lebten auf dem Land und so fuhr ich damit zum Baden, zur Eisdiele und einmal auch zur Schule, die 15 Kilometer entfernt war. Ich war allerdings neben der Straße auf einem Acker unterwegs. Es kam, wie es kommen musste, die Polizei wollte mich stoppen. Ich war aber zum Glück schneller auf den Feldwegen und so entkam ich. Mit 16 Jahren und 60 PS unter dem Hintern, wird man schnell leichtsinnig. Es hat riesigen Spaß gemacht, aber heute bin ich ein Schisser.

© SAT.1 2014

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