Martina Hill im Interview

„Nach den Dreharbeiten war ich fünf Kilo leichter als vorher!“

Auf was dürfen sich die Zuschauer in „Knallerfrauen“ freuen?

Martina Hill: „Auf eine Sketchcomedy, in der die moderne Frau, Hausfrau, Businessfrau oder Mutter ihren alltäglichen Wahnsinn meistert. ‚Knallerfrauen‘ ist realitätsnah, schnell und manchmal ziemlich hemmungslos.“Sie spielen in jedem Sketch die Hauptrolle.

Vor welche Herausforderungen hat Sie das gestellt?

„Das war ein strammes Programm. Ich war nach den Dreharbeiten fünf Kilo leichter als vorher, weil ich über Wochen von morgens bis abends in Action war. Das Tagespensum lag im Schnitt bei sechs Sketchen – das fordert Körpereinsatz. Aber das war es wert. Ich hatte bei der Arbeit Spaß, wie noch nie.“

Welchen Sketch mögen Sie am liebsten?

„Je verrückter, desto besser. Figuren, die überfordert sind – einen kleinen Hau weg haben – und nicht selbstreflektiert sind, machen mir am meisten Spaß.“

knallerfrauen-shooting-07-Marcus-Hoehn-SAT-1 © SAT.1/Marcus Höhn Knallerfrauen © SAT.1/Marcus Höhn

Welchen Sketch für „Knallerfrauen“ könnte man aus der Person Martina Hill entwickeln?

„Was war nochmal ein typisches Frauenklischee? Ha – Insektenphobie – hab‘ ich! Und zufälligerweise gibt es dazu bei ‚Knallerfrauen‘ tatsächlich einen Sketch, in dem meine Kollegin Anna Schäfer und ich mit einem Käfer kämpfen …“

Wie kann man sich den Dreh zu „Knallerfrauen“ vorstellen?

„Das waren die schönsten Dreharbeiten, die ich je hatte: Wegen des Teams und des Regisseurs, aber vor allem auch, weil ich mich selbst so einbringen konnte. ‚Knallerfrauen‘ zu drehen war der K-N-A-L-L-E-R! Ich hoffe die Freude vermittelt sich dem Zuschauer.“

Lassen Sie sich vom Fernsehen inspirieren?

Martina Hill: „Fernsehen kann inspirieren – muss aber nicht. Das Leben schenkt oft viel mehr Anregung. Wenn ich allerdings parodiere, orientiere ich mich ausschließlich am Fernsehprogramm – klar! Für ‚Knallerfrauen‘ war dagegen eher das reale Leben Inspirationsquelle!“

Was wäre eine besonders peinliche Situation für Sie?

„Vor versammelter Mannschaft stolpern, sich langlegen, dabei einen Zahn ausschlagen und sagen: ‚Hat gar nicht weh getan!‘ Schreckliche Vorstellung – Horror!“

Was macht „Guten Humor“ für Sie aus?

„Er muss mich erreichen – ganz einfach! Wenn ich lachen oder schmunzeln muss: Humor gut. Wenn nicht: Humor nicht gut. Egal ob fein, derb oder völlig absurd – das kann ich nicht bewusst steuern. Deshalb gibt es für mich da keine Regeln.“

Was bedeuten Ihre Auszeichnungen für Sie? Sie durften sich ja gerade erst wieder über den Deutschen Comedypreis, als Beste Schauspielerin freuen ...

„Solche Momente saugt man natürlich auf, die sind auf ewig gespeichert. Diese Freudewelle hält lange an und man kann sie sich zu Nutze machen, indem man sie in Kreativität umsetzt. Es spornt auf jeden Fall dazu an, weiterzumachen.“

Verfolgen Sie Ihre Parodien auch ins tägliche Leben?

„Tatsächlich haben sich über die Jahre ein paar Töne eingeschlichen, die ich nicht mehr rauskriege, wie zum Beispiel das ‚Daniela-Katzenberger-Lachen‘ oder Heidi Klums ‚Nein!‘. Da bin ich machtlos …“

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