The Biggest Loser

Abschied

Tines Rückblick: Folge 10

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Wehmut, aber auch die Freude auf zu Hause, machen sich breit. Ein Teil meiner Medizinkisten steht schon gepackt in der Praxis. Pierre, Caro, Anja, Berni, Paride, Piero und Sezer – sie sind mittlerweile nicht nur Kandidaten, sondern auch Mitbewohner dieser kleinen andalusischen Kommune. Wenn es nach mir gehen würde, könnten alle mit ins Halbfinale, aber leider müssen zwei gehen. Egal wer geht, es wird traurig werden. Doch das ist der Lauf der Dinge.

Genau wie es der Lauf der Dinge ist, dass erfahrungsgemäß die letzte Challenge noch mal alles von den Verbliebenen abverlangt. Sie toppt alles und hat es in sich. Kein Wunder, dass der stets bereite Notfallkoffer noch mal zum Einsatz kommt. Besonders Piere, Caro und Anja beschäftigen mich. Sie haben sich mittlerweile eine super Kondition und viel Kraft erarbeitet. Doch der Körper gelangt an seine Grenzen. Anja bekommt einen Wadenkrampf und Piere verdreht die Augen, sein Puls rast, der Blutdruck ist hoch. Eine Pause muss sein! Im Vergleich zum Anfang sind diese Erholungsphasen kürzer. Und so kann es schnell weitergehen im Kampf um den Einzug ins Halbfinale. Das ist ein Erfolg und positives Zeichen für einen gut trainierten Körper, ganz im Gegensatz zum früheren Ich. Diese frühere Ich will keiner mehr sehen, nie wieder fühlen.

Wie ernst es den Kandidaten damit ist, sehe ich bei der Zerstörung dieses Ichs und das trotz Regen und Kälte. Keiner kann sie und ihre Emotionen aufhalten. Freude, Tränen, Wut, aber auch Hass auf dieses alte Ich kommen raus und fallen wie die 1000 Teile der Steinwand mit dem alten Ich. Ein Moment, den keiner von uns vergessen wird. Caro und Sezer verlassen das Camp. Aber ich weiß, sie schaffen es. Ich freu mich auf das Halbfinale, aber auch wieder auf die Arbeit in meiner Notaufnahme. Und da steppt immer der Bär.