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Profi-Tipp: Pochiertes Ei

Folge 7 Staffel 3

Das pochierte Ei ist für viele ein Angstgegner in der Küche. Dabei ist es denkbar einfach. Alexander Herrmann zeigt euch, wie es geht!

14.10.2015 20:15 | 4:15 Min | © Sat.1

Profi-Tipp: So gelingt pochiertes Ei garantiert

Rührei, Spiegelei, hart- oder weich gekocht – die Möglichkeiten, Eier zuzubereiten, sind fast unbegrenzt. Doch pochiertes Ei schreckt viele ab. "Viel zu kompliziert", lautet das gängige Vorurteil, das kann auch "The Taste"-Profi Alexander Herrmann bezeugen. Wie einfach es tatsächlich sein kann, pochiertes Ei selber zu machen, zeigen wir Ihnen hier.

Vorab-Tipps für pochiertes Ei

Wenn Sie pochiertes Ei selber machen möchten, haben Sie möglicherweise mit den gängigen Befürchtungen zu kämpfen: was, wenn das Eiweiß zu sehr ausfranst? Oder noch schlimmer: sich das schöne pochierte Ei nicht etwa in ein ansehnliches Mahl, sondern vielmehr in eine undefinierte Eiermasse verwandelt? Doch keine Sorge, schon einige wenige gezielte Handgriffe und Tricks können das sicher verhindern und damit bei Ihren Gästen für große Augen sorgen. Die beiden Wichtigsten:

  1. Verwenden Sie möglichst frische Eier. Denn je älter ein Ei ist, desto dünnflüssiger wird das Eiweiß – für pochiertes Ei keine guten Voraussetzungen.
  2. Geben Sie außerdem ein wenig Essig ins Kochwasser, denn die Säure sorgt dafür, dass das Eiweiß schneller gerinnt und so dem Ausfransen entgegen wirkt.
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Pochiertes Ei ist das perfekte Essen, wenn Sie ein eindrucksvolles und dennoch schnell zuzubereitendes Gericht selber machen möchten.

Einer der Lieblingstricks für pochiertes Ei: Der Wasserstrudel im Topf

Möchten Sie mit diesem einfachen Trick pochiertes Ei zubereiten, bringen Sie dafür das Wasser in Ihrem Topf zunächst auf die gewünschte Temperatur – Achtung, zum Pochieren muss das Wasser nicht kochen, sondern simmern. Etwa 80 Grad Celsius sind also völlig ausreichend. Nehmen Sie nun einen Holzlöffel zur Hand und erzeugen Sie damit einen Strudel in Ihrem Wassertopf. Löffel raus und schnell das bereits aufgeschlagene Ei in die Mitte der Wasserhose gleiten lassen. Der Strudel sorgt ganz automatisch dafür, dass sich das Eiweiß kompakt um das Gelbe im Ei herumwickelt und nicht übermäßig ausfranst.

Pochiertes Ei à la Daniel Düsentrieb

Ein weiterer, absolut nachahmenswerter Zubereitungs-Tipp, um blitzschnell pochiertes Ei selber machen zu können, stammt von der wohl klügsten Ente der Welt. Wenn Sie wie Daniel Düsentrieb pochiertes Ei selber machen möchten, sollten Sie Ihre Eier vor der eigentlichen Zubereitung "vorbehandeln". Stechen Sie dafür die Eierschale mit einem Pikser ein und geben Sie das ungeschälte Ei dann für zehn Sekunden ins kochende Wasser. Nehmen Sie das Ei nun sofort wieder aus dem Wasser, schlagen Sie die Schale auf und lassen Sie das Ei – diesmal ohne Schale – zurück in den Topf gleiten. Temperatur reduzieren und das Ei für etwa drei Minuten köcheln. Fertig ist ein perfektes pochiertes Ei. Der Trick: Durch das extrem kurze Vorgaren verfestigt sich das Eiweiß bereits minimal, sodass beim eigentlichen Pochieren kaum noch Fransen entstehen.

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Auch auf Salat macht pochiertes Ei eine ausgesprochen gute Figur.

Nachdem Sie nun einige Tipps kenne, um perfektes pochiertes Ei selber machen zu können, ist es an der Zeit, Ihr Wissen in der Praxis zu erproben. Wie wäre es dafür zum Beispiel mit dem folgenden Rezept?

Pochiertes Ei auf Spinat mit Rotweinsoße

Eine raffinierte Kleinigkeit für zwischendurch oder leckerer Appetitanreger gesucht? Ei, Spinat und Rotweinsoße lassen sich hierfür wunderbar kombinieren. Wenn Sie mit diesem Rezept pochiertes Ei selber machen möchten, benötigen Sie für zwei Portionen:

  • 1 Knoblauchzehe
  • 3 Teelöffel Olivenöl
  • 1 Teelöffel Zucker
  • 200 Milliliter Rotwein
  • 1 Schalotte
  • 250 Gramm junger Blattspinat
  • 2 Esslöffel Weißweinessig
  • 4 Eier
  • 2 Scheiben Vollkorntoast
  • Salz, Pfeffer und Muskatnuss zum Würzen

Und so wird daraus leckeres pochiertes Ei:

  1. Schälen Sie zunächst den Knoblauch, hacken Sie ihn fein und dünsten Sie ihn in einem Teelöffel Öl an. Geben Sie nun den Zucker hinzu und gießen Sie den Rotwein auf. Lassen Sie die Flüssigkeit kurz aufkochen und dann auf mittlerer Hitze einreduzieren. Wenn Ihre Rotweinsoße bis auf etwa 1/3 einreduziert ist, würzen Sie nach Belieben mit Salz und Pfeffer nach und stellen die gute Tunke zunächst warm.
  2. Nun ist die Schalotte an der Reihe. Auch sie wird geschält und fein gewürfelt. Waschen und trocknen Sie dann den Spinat und erhitzen Sie das restliche Öl in der Pfanne. Dünsten Sie zunächst die Schalotte glasig an und geben Sie dann den Spinat hinzu. Etwa drei bis vier Minuten garen, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen und ebenfalls beiseitestellen.
  3. Als Nächstes ist der Hauptdarsteller Ihres Angeber-Imbisses an der Reihe. Um Ihr pochiertes Ei selber machen zu können, bringen Sie zunächst einen Liter Wasser zum Kochen und geben den Essig hinzu. Reduzieren Sie nun die Hitze und warten Sie, bis das Wasser nur noch simmert. Jetzt geht es den Eiern an den Kragen.

Tipp: Wenn Sie es sich einfacher machen möchten, können Sie jedes Ei zunächst in eine kleine Tasse aufschlagen, um es später leichter in den Topf gleiten lassen zu können. Aber Vorsicht: Das Eigelb darf dabei nicht beschädigt werden.

  1. Nehmen Sie nun einen Holzlöffel oder Schneebesen zur Hand und rühren Sie Ihr Essigwasser kräftig um, bis ein Strudel entsteht. Lassen Sie die Eier nacheinander mitten in den Strudel gleiten und dann für etwa drei bis vier Minuten im heißen Wasser garen. Fertig ist Ihr pochiertes Ei.
  2. Zum Anrichten geben Sie den Spinat auf Teller, setzen die abgetropften Eier obenauf und beträufeln das Ganze mit etwas Rotweinsoße. Dazu reichen Sie den gerösteten Vollkorntoast. Guten Appetit!
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Pochiertes Ei selber machen ist ganz einfach und in der Kombination mit Toast gibt dieses Gericht zum Beispiel auch ein leckeres Frühstück ab.

Fazit: Pochiertes Ei selber machen kann so einfach sein. Mit einigen wenigen Profi-Tipps und etwas Übung gelingt Ihnen das leckere Eiergericht garantiert. Und das Beste: Pochiertes Ei ist nicht nur extrem lecker, sondern auch vielseitig kombinierbar. Probieren Sie es doch einfach mal aus.

 

Für Koch-Anfänger: Das perfekte Ei à la Tim Mälzer !

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