Vergewaltigt

Marlene Lufen in der sehr persönlichen Dokumentation am 14. Dezember 2016 in SAT.1

Vergewaltigt - Warum so viele Frauen schweigen

Alle drei Minuten wird eine Frau in Deutschland vergewaltigt, gerade mal fünf Prozent der Opfer zeigen die Tat an*. Die Mehrheit schweigt – aus Scham, aus Angst, um zu vergessen oder zu verdrängen und einfach irgendwie weiterzuleben. Auch SAT.1-Moderatorin Marlene Lufen hat über Jahre geschwiegen. Als junge Frau ist sie Opfer einer versuchten Vergewaltigung geworden: „Noch heute wird mir schlecht, wenn ich das Parfüm des Täters irgendwo rieche“. SAT.1 zeigt die Dokumentation „Vergewaltigt – warum so viele Frauen schweigen“ mit Marlene Lufen am Mittwoch, 14. Dezember 2016, um 22:30 Uhr. 

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© Â© SAT.1

Nach über 20 Jahren hat die Moderatorin ihr Schweigen gebrochen und auf Facebook öffentlich erzählt, was ihr damals passiert ist. Ein Post, der viele Menschen angesprochen und mitten ins Herz getroffen hat. Hunderte E-Mails, persönliche Nachrichten und Kommentare haben Marlene Lufen in den vergangenen Wochen erreicht. Beim Feedback ist deutlich geworden: Die meisten Opfer schweigen! Nur wenige haben den Mut, anzuzeigen, und wer es tut, der durchleidet die Tat noch einmal und bekommt nur selten juristisch Recht zugesprochen.

Warum ist das Schweigen so groß? Was bedeutet solch eine Tat für die Opfer? Wie sieht das Leben danach aus? Wie schwer ist der Gang für die Betroffenen zur Polizei oder vor Gericht? Fragen, denen Marlene Lufen nachgeht. Dabei wird sie nicht nur Opfer treffen und mit Experten sprechen, sondern sich auch auf eine eigene Spurensuche begeben. Die SAT.1-Moderatorin will den Opfern Mut machen: „Brecht Euer Schweigen. Erzählt Eure Geschichten. Ihr seid nicht allein! Meine Geschichte ist nur der Auslöser für die Recherche und diesen Film. Erzählt werden vor allem die Schicksale von Frauen, die Schreckliches erlebt haben. Ich hatte mich bei den Drehs auf intensive Gefühle eingestellt und auch darauf, dass es hart wird, sich solche Geschichten anzuhören. Was ich allerdings von einigen erzählt bekam, übersteigt alles, was ich mir bis dahin vorstellen konnte. Ich habe keine Worte für das, was ich dort gehört habe, und wir werden sehr behutsam nachzeichnen, was uns anvertraut wurde.“

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