Strahlend schön und vielseitig talentiert

Interview mit Alexandra Neldel

Nach „GZSZ“ bist Du bewusst in Richtung TV- und Kino-Film gegangen. Warum hast Du Dich jetzt für die Telenovela entschieden?

Ganz einfach: Weil mir eine derartige Rolle noch nie angeboten wurde. Bei früheren Rollen musste ich manchmal nur gut angezogen sein und gut aussehen. Jetzt darf ich einer Figur Leben einhauchen und ihre allmähliche Entwicklung zeigen. Und dies nicht nur über 90 Minuten, sondern über ein ganzes Jahr. Für mich ist das eine gute Schule. Weil wir täglich relativ viel drehen, muss ich wie auf Knopfdruck funktionieren, ohne dabei Lisas Persönlichkeit unter den Tisch fallen zu lassen. Aber schließlich habe ich heute acht Jahre mehr Erfahrung als zu Daily Soap-Zeiten auf dem Buckel.

Wer hat Dir geholfen mit dem plötzlichen Ruhm klarzukommen?

Meine Familie, meine Kollegen. Parallel zu „GZSZ“ habe ich schon Movies gedreht. Da habe ich enorm von berühmten Kollegen wie z.B. Diether Krebs profitiert. Oft ist man in dem Geschäft aber auch total auf sich allein gestellt.

© flynn-schuerle
Foto: © flynn-schuerle
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Das bedeutet aber auch, dass Du ein Jahr mit bzw. als Lisa leben wirst. Welche Konsequenzen hat das für Dein Privatleben?

Würde ich nun drei Monate in München drehen, hätte meine Mama gar nichts von mir. So drehe ich zwar jeden Tag in Berlin-Adlershof, habe aber das Wochenende für meine Family, was mir sehr wichtig ist. Speziell meine Mutter und meine Großmutter sind von Lisa total begeistert. Ich habe ja schon in Pilcher-Verfilmungen mitgespielt, nun die emotionsgeladene Hauptrolle in der Telenovela. Wenn ich danach noch aufs „Traumschiff“ eingeladen werde, sind sie rundum glücklich.

Stichwort Family: Es war zu lesen, dass Du drei Kinder haben willst. Ist Dein Fatsuit eine Art Vorbereitung auf eine spätere Schwangerschaft?

Nein, ganz und gar nicht. Das kann man sicher nicht vergleichen. Die drei Kinder will ich nach wie vor. Nur bis Ende 20, wie ich das immer gesagt habe, wird das aus verständlichen Gründen nichts mehr. Im Februar werde ich 29.

Bist Du „verliebt in Berlin“?

Es ist meine Heimatstadt, meine Geburtsstadt. Ich hasse sie manchmal, aber ich liebe sie auch. Sauer werde ich, wenn ich im Stau stehe oder keinen Parkplatz finde. Aber hier ist meine Familie, hier gehöre ich hin.


Die Frage bezog sich eigentlich auf Dein Privatleben.

Ja, ich habe einen Freund, bin also verliebt in Berlin.

Hätte er es akzeptiert, wenn Du Dir Lisas Pfunde angefuttert hättest, statt den Fatsuit überzuziehen?

Keine Ahnung. Vielleicht leihe ich mir Fatsuit, Brille und Zahnspange mal für zu Hause aus und teste seine Reaktion.

Mit dem Fatsuit steht aber auch fest, dass es keine Nacktszenen mit Lisa geben wird.

Nein. Und wenn doch, dann nur gedoubelt.
Interview: Jörg Kanzler

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