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"Hank fühlt, dass es im Leben noch anderes geben muss.“

Interview mit Benjamin Seidel

Benjamin Seidel arbeitet als Schauspieler und Synchronsprecher. Der 20-jährige Berliner hat schon in mehreren TV-Filmen und Serien (u.a. „Tatort“, “Großstadtrevier“) mitgespielt, war im Kino zu sehen und stand für Werbespots vor der Kamera. In "Die Mongolettes – Wir wollen rocken!“ verkörpert er den geistig behinderten Hank.

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Sie spielen den geistig behinderten Hank. Was ist Ihrer Meinung nach das Besondere am Film "Die Mongolettes – Wir wollen rocken!“?

Die Komödie traut sich das Thema "behindert“ auch mit Humor zu zeigen, was man im Mainstream-Fernsehen immer noch als Tabu ansehen kann.

Was hat Sie an der Rolle des Hank gereizt?

Die Behinderung des Jungen hat ihn mir sehr fremd gemacht, aber dadurch auch besonders interessant.

Wie haben Sie sich auf die Rolle vorbereitet?

Ich habe mich über die Behinderung informiert, Dokumentar- und Spielfilme angesehen und mich schlussendlich mit einem jungen Mann, mit genau dieser Behinderung und seiner Pflegerin getroffen. Das war eine sehr prägende Erfahrung für mich.

Wie war die Zusammenarbeit mit den Jugendlichen, die tatsächlich das Down-Syndrom haben?

Es ist so als würde man mit Kindern zusammenarbeiten, man vergisst dann sehr schnell, dass sie das gar nicht sind.

Haben Sie einmal getestet, wie die Umwelt auf behinderte Menschen reagiert?

Als ich meine Rolle zum ersten Mal auf dem Berliner Alexanderplatz gespielt habe, war ich erstaunt, welche Scham man doch besitzt "behinderte“ Dinge zu tun, denn ich wurde andauernd beobachtet, meistens aber erst, wenn ich den Leuten den Rücken zudreht habe.

Sie spielen als Hank den Gitarristen bei den Mongolettes. Sind Sie auch privat musikalisch?

Meine Musikkünste waren eher bescheiden, deshalb habe ich wie meine Figur das "Rocken“ auf der Gitarre gelernt.

Hank findet in seinem Lehrer eine Vaterfigur, obwohl Tom nicht immer nachsichtig mit den Jugendlichen ist. Können Sie verstehen, warum Hank ihn trotzdem so mag?

Vielleicht ist Hank auf der Suche nach etwas, bei dem er selbst nicht genau weiß, was es ist. Er fühlt, dass es im Leben noch anderes geben muss, als das, was er bisher kennen gelernt hat. Liebe? Geborgenheit? Familie? Dazugehörigkeit? Angekommensein?

Warum der Titel? Ein Statement von Produzent Mirko Schulze

Hauptdarsteller Max von Thun im Interview

Hauptdarstellerin Katharina Wackernagel im Interview

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Die Mongolettes - Wir wollen rocken!: Story und Bilder

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