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"Abgefahren! Ich hab zum ersten Mal einen Mann geküsst."

Interview: Maximilian Grill

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Wie war es, einen homosexuellen Mann zu spielen?

Maximilian Grill: "Großartig. Je weiter die Rolle von einem weg ist, desto geiler ist es. Man kommt wieder an diesen Ur-Impuls: Warum wollte ich Schauspieler werden? Manchmal macht man dann auch Grenzgänge in diesem Beruf. Außerdem war das Drehbuch saugut geschrieben. Ob man will oder nicht, man ist dann in so einer Rolle auch geprägt von Bildern und Vorbildern oder Bekannten, die vielleicht schwul sind. Man imitiert unbewusst sowieso – und ich gucke, was in der Situation dann genau passiert."

Im Film küssen Sie Ihren Filmpartner Dominic Boeer leidenschaftlich. Wie fühlte sich das an?

Maximilian Grill: "Abgefahren! Ich hab zum ersten Mal einen Mann geküsst! Nun ist Dominic glücklicherweise ein sehr angenehmer und lustiger Kollege und wir dachten: 'Wenn schon, denn schon!'"

Achims Chefin Kerstin ist ein wahrer Tyrann. Hatten Sie auch schon einmal das Vergnügen mit einem solchen Vorgesetzten?

Maximilian Grill: "Natürlich ... Aber ich nenne keine Namen. Das gibt es immer wieder!"

Sind Frauen die größeren "Tyrannen"?

Maximilian Grill: "Das hängt bestimmt nicht vom Geschlecht ab. Tyrannen sind ja meistens zutiefst unzufriedene Menschen. Das sieht man ja sehr gut an unserer fulminanten Kerstin Lackner!"

Nach außen ist Achim überkorrekt. Doch hinter der Fassade sieht es anders aus. Was schlummert in Maximilian Grill?

Maximilian Grill: "Viel! Da schlummert viel, wie in jedem! Und in dem wunderbaren Beruf, den ich ausübe, darf ich immer wieder eine andere Seite rauslassen! Das ist das Spannende daran! Von Paragrafenreiter Andreas Kringge in 'Der letzte Bulle' bis Paradiesvogel Achim Herzberg in 'Drei in einem Bett' und noch viel mehr. So ein richtiger Vollproll wär mal dran. Da freu‘ ich mich drauf!"

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