Film: Made by SAT.1

"Ich versuche, jeden Tag Spaß zu haben."

Interview: Nadja Becker

drei-in-einem-bett-neu-nadja-becker-300-400-SAT1

Bei "Drei in einem Bett" sind Sie ebenso ungewollt schwanger, wie in der neuen Staffel Danni Lowinski. Für die SAT.1-Komödie "Kissenschlacht" mussten Sie sich auch schon einen Babybauch umschnallen. Ziehen Sie solche Rollen an?

Nadja Becker: "Das ist Zufall. Allerdings nimmt man einer Frau in meinem Alter den Wunsch nach Kindern eher ab, als einer Jüngeren. Und ab 30 setzt man sich eben mit dem Thema 'Kinder haben wollen' öfter auseinander. Die Dreharbeiten zu 'Drei in einem Bett' waren auch deshalb etwas Besonderes, weil ich meinen ersten Stunt machen durfte. Der nächste Film wird also hoffentlich irgendwas zwischen Action und Thriller!" (lacht)

Kerstin ist entschlossen, das Kind ohne den Vater großzuziehen. Können Sie ihre Sicht der Dinge teilen?

Nadja Becker: "Aus Kerstins Blickwinkel auf jeden Fall. Sie hat solche Angst vor dem Alleinsein und vor Verletzungen, dass sie gleich alles auf Abstand hält. Für mich persönlich wäre das nichts. Ich würde mir schon einen Vater zum Kind wünschen!"

Wie stehen Sie zum Thema Familienplanung?

Nadja Becker: "Im Moment bin ich sehr zufrieden mit meinem Job, meinen wunderbaren Freunden und meinen Freiheiten. Irgendwann wünsche ich mir aber auf jeden Fall eine eigene Familie. Aber das alles zu seiner Zeit."

Kerstin macht ihre Werte klar: Ordnung, Disziplin, Pünktlichkeit. Wie viel davon steckt auch in Ihnen?

Nadja Becker: "Manchmal wundere ich mich schon, dass es, bevor die Putzfrau da war, genauso aufgeräumt ist wie danach. Und aufkreuzen tue ich eh immer und überall zu früh. Insofern schätze ich, sind wir uns in dieser Beziehung auf jeden Fall ähnlich."

Muss man so diszipliniert und hart sein wie Kerstin, um in einer Männerwelt erfolgreich zu sein?

Nadja Becker: "Schwer zu sagen. Kommt sicher auch auf die Branche an, aber dass Männer meistens ernster genommen werden als Frauen, habe ich auch schon erlebt. Deshalb glaube ich, dass es nicht schaden kann, als Frau selbstbewusst aufzutreten."

Auf dem Betriebsfest hat Kerstin zum ersten Mal seit langem wirklich Spaß. Das ist bei Ihnen hoffentlich anders?

Nadja Becker: "Ich versuche, jeden Tag Spaß zu haben. Klappt nicht immer, aber ich bemühe mich."

Verraten Sie uns, ob Sie auch schon einmal einen Filmriss hatten?

Nadja Becker: "Da ich nur ab und zu ein Glas Rotwein trinke, hatte ich bis jetzt noch keinen Filmriss. Aber ich bin auch froh darüber, noch keinen gehabt zu haben, wenn man hört und sieht, was alles passieren kann." (lacht)

Pralinen sind Kerstins heimliche Schwachstelle. Was ist Ihre?

Nadja Becker: "Pralinen und Schokolade sind es definitiv nicht. Eher Filme. Ich bin eine leidenschaftliche Kinogängerin und mache meine Freunde immer ganz verrückt, wenn wir auf schlechten Plätzen sitzen müssen."

Zu ihrer Mutter hat Kerstin ein sehr inniges Verhältnis, wenn beide auch in vermeintlich unterschiedlichen Welten leben. Welcher der gegensätzlichen Standpunkte steht Ihnen näher?

Nadja Becker: "Nymphomanin oder Spaßbremse? Ganz sicher nichts von beidem! (lacht) Beide haben Angst vor der Einsamkeit, aber ich finde es besonders toll, dass Kerstin im Laufe des Films den Kampf gegen diese Einsamkeit aufnimmt."

Film online sehen