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In "Todesfrist" übernehmen Sie die Rolle von Kommissarin Sabine Nemez. Nach welchen Kriterien entscheiden Sie sich für eine Rolle? Und warum diese Rolle?
Josefine Preuß: "Meistens ist es ein reines Bauchgefühl, manchmal auch nur eine einzige Szene oder ein einzelner Satz und ich weiß für mich, ob ich diese Geschichte erzählen will. Bei 'Todesfrist' gab es nichts zu überlegen: Dieser fesselnde Fall und das ungewöhnlichste Ermittlerduo aller Zeiten haben mir die Entscheidung sehr leicht gemacht."

Der fesselnde Fall ist eine Mordserie, für die das Buch "Der Struwwelpeter" Vorbild stand. Wie erlebten Sie das Buch als Kind?
Josefine Preuß: "Mir ist und war das Buch als Kinderbuchklassiker natürlich ein Begriff, obwohl es in meiner Kindheit keine große Rolle gespielt hat. Umso erstaunlicher und fast schon erschreckend ist, wie brutal, grausam und – aus heutiger Sicht – pädagogisch wertlos diese Geschichten für Kinder sind."

Im Film gibt es zahlreiche, teilweise brutal zugerichtete Filmleichen. Was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie an ein solches Drehsetting kommen?
Josefine Preuß: "Ich bin jedes Mal erstaunt und baff, was Special Make-up Artists und die Ausstattung für diese Szenen auf die Beine stellen. Das ist ganz große Kunst. Da fällt das 'Sich-unwohl-und-angeekelt-fühlen'“-Spiel leicht. Die Zuschauer können sich in 'Todesfrist' auf ganz schöne Schocker-Momente freuen!"

Sabine Nemez ermittelt nicht alleine, sondern an der Seite des eigensinnigen BKA-Ermittlers Maarten S. Sneijder. Haben Sie Erfahrungen mit schwierigen Kollegen?
Josefine Preuß: "Kennen wir eine solche Situation nicht alle? Aber so lange es sich nur um einen Kollegen handelt, muss man einfach die Professionalität wahren."

"Todesfrist" basiert auf der Romanvorlage von Thriller-Autor Andreas Gruber. Es gibt schon vier weitere Bücher der Reihe. Können Sie bereits verraten, wie es mit Sabine Nemez weitergeht?
Josefine Preuß: "Sabine Nemez möchte unbedingt an der BKA-Akademie studieren. Mit Hilfe von Snejider kriegt sie diese Chance auch. Zugleich wartet ein neuer, nicht weniger gruseliger Fall auf die beiden."

Welche Art von Literatur bevorzugen Sie?
Josefine Preuß: "Ich persönlich lese gerne zeitgeschichtliche Romane, Biografien, japanische und skandinavische Autoren. Aber Andreas Gruber hat nun definitiv mein Interesse für das Krimi-Genre geweckt."

Wie entspannen Sie sich am liebsten nach einem anstrengenden und langen Drehtag?
Josefine Preuß: "Den Tag und die Rolle 'abschminken', Wohlfühl-Klamotten anziehen und zur Entspannung ein gutes Buch lesen oder eine leichte Komödie anschauen."