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Es gibt nicht viele Künstler wie Bernard Brink: Der seit vielen Jahren in Berlin lebende Schlagersänger hat bis heute schon erstaunliche 50 Alben und mindestens doppelt so viele Singles veröffentlicht. Außerdem kann er bald sein 50. Bühnenjubiläum feiern. Was seine Karriere so besonders macht: Brink konnte über all die Jahre hinweg das Interesse an ihm und seiner Musik immer wieder neu entfachen und ohne nennenswerte Durchhänger oder gar Tiefpunkte im Schlager-Game bestehen. Schon in den Siebzigern chartete Brink mit Liedern wie „Ich hör ein Lied“, „Liebe auf Zeit“ oder „Ich wär’ so gern wie Du“. Später folgten zum Beispiel „Blondes Wunder“, „Von Hier bis zur Unendlichkeit“, „Lieder an die Liebe“ oder zuletzt der Albumvorbote und Titelsong „lieben und leben“. „Schuld“ an dem durchgehenden Erfolg war aber nicht nur seine Musik, sondern auch seine Moderatoren- und Entertainer-Qualitäten bei „Schlager des Monats“ und anderen TV-Formaten. Von einigen wird Bernhard Brink deshalb nicht ganz zu Unrecht als „Schlager-Titan“ bezeichnet, auch wenn dieses Wort ein wenig zu rüpelig wirkt für einen Mann, der immer wieder so schön das Lieben aber auch das Entlieben besingen kann.

Die 15 neuen Lieder des Albums „lieben und leben“, das soeben erschienen ist. sind diesmal mit einer ganzen Armada aus 20 renommierten Songwriter*innen und Texter*innen entstanden. Ein Teil des Albums wurde produziert von Henning Verlage, der andere mit Produzent Felix Gauder – beides von Brink geschätzte Wegbegleiter.

Diese Vielseitigkeit tut dem Album erstaunlich gut. Fast wirkt es, als hätte man „lieben und leben“ betont auf Hit gepolt. Aber nicht auf streberhafte Weise, sondern mit einem gesunden Selbstbewusstsein, das sich Brink mit seiner Erfahrung ja durchaus verdient hat. Neben sehr mitklatschbaren Stimmungs-Aufhellern wie „Von Null auf unsterblich“ traut sich Brink auch ruhigere Momente, wie in „Es geht immer weiter“, in dem er über atmosphärische Streicher singt: „… hab noch Platz für 1000 Falten auf der Haut“. In „Einmal noch“ braucht Brink dann kaum noch mehr als seine Stimme, seine Worte und eine akustische Gitarre. Für die nächste Kellerparty gibt es dann als Dreingabe auch noch den „Schlager-Titan-Hitmix“, in dem er seine größten Hits stimmungsvoll aneinanderreiht und unverhohlen auf den Dancefloor zielt. Was soll man sagen? Auch das steht Bernhard Brink sehr gut.

Das offizielle Video