- Bildquelle: Ruth Medjber / TELAMO © Ruth Medjber / TELAMO

Den Sherwood Forest kennt man auch, wenn man noch nie in England war. Das liegt vor allem an Robin Hood, der dort mit den „Merry Men“ sein Unwesen trieb. Das reale Vorbild lebte nach aktuellem Wissenstand vermutlich im 13. Jahrhundert – zu der Zeit kursierten angeblich schon die ersten Balladen und Gedichtzyklen über ihn. Der Name Robin Hood wurde außerdem als Spitzname für Leute verwendet, die es nicht so mit dem Gesetz hatten. Robin Hood war ein Räuber und Wegelagerer, der mit seinen Mannen überwiegend reiche Leute beraubte. Dabei wurde er bis zum 15. Jahrhundert meistens noch als harter Hund und durchaus grausamer Geselle beschrieben. Allerdings behandelte er schon damals nur die Wohlhabenden auf diese Weise und war dem einfachen Volk freundlich gesonnen. Was wohl vor allem den Frauen galt, denn schon die frühen Lieder deuten an, dass Robin Hood ein Charmeur gewesen sein könnte. Dass Robin Hood die Reichen beklaute, um es den Armen zu geben, wurde erst in späteren Liedern behauptet – und prägt bis heute das Bild von ihm. Was man vor allem den zahlreichen Kino-Interpretationen der Geschichte ansieht. 

Auch der irische, auf seine Weise legendäre Songwriter Chris de Burgh hat sich nun der Geschichte angenommen. Auf seinem 27. (eine Zahl, die man erst mal sacken lassen muss) Album erzählt er „The Legend Of Robin Hood“ auf ebenso kundige wie mitreißende Weise. De Burgh hatte ein paar dieser Lieder eigentlich für ein Musical geschrieben, dessen Start pandemiebedingt auf 2022 verschoben werden musste. „Und da ich somit also schon dabei war, Songs über dieses Thema zu schreiben“, erzählt de Burgh, „fragte ich mich schließlich: „‘Warum mache ich die Geschichte nicht noch größer – und mache daraus ein richtiges Album?’“ Dafür tauchte er tief in den Kanon der vorhandenen, historischen Lieder über Robin Hood ein und stellt sich quasi in eine Reihe mit den historischen Barden. De Burgh blickt dabei durchaus differenziert und menschlicher auf Robin Hood als es manche Filme tun. Er sagt: „In meiner Version ist Robin Hood gar kein wirklicher Held: Die Umstände und Ungerechtigkeiten, die anderen widerfahren sind, haben ihn vielmehr zu der Heldenfigur gemacht, die man heute in aller Welt kennt. Am Anfang wirkt er wie ein ziemlich unausstehlicher Kerl, er ist da noch Teenager, aber dann entwickelt er sich, zeigt auch sein Mitgefühl und entpuppt sich als geborener Anführer.“

Das komplette Album „The Legend Of Robin Hood“ wird am 09. September erscheinen. Die erste Single gibt es schon jetzt. „„Live Life, Live Well“ heißt sie und ist ein folkige, Kraft gebende Pop-Ballade, die sagt, dass man das gute Leben eben nur findet, wenn man hin und wieder bereit ist, das Abenteuer zu suchen.

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