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Wer nur einmal in seinem Leben auf einem Coldplay-Konzert war, der weiß, dass diese Jungs keine halben Sachen machen. Ebenso übergroß wie ihre besten Songs, sind die farbenfrohen Liveshows der Briten. Da kann schon mal knallbuntes Konfetti in Schmetterlingsform explodieren, oder aber tausende Gäste bekommen ein Armband, das plötzlich von der Lichtregie gesteuert im Rhythmus zu blinken beginnt. Was heute auf Konzerten von Taylor Swift oder BTS zum technischen Standard gehört, wurde von Coldplay zum ersten Mal eingesetzt.

Für die Premiere ihrer neuen Single „Higher Power“ hatten Coldplay nun auch wieder ein großes Spektakel in petto. Sie sprachen per Videochat mit dem französischen Astronauten Thomas Presquet, der gerade auf der ISS um den Planeten kreist, und schickten ihm eine vorab gefilmte Video-Performance von „Higher Power“, die dann im All zum allerersten Mal von Presquet abgespielt wurde. Martin sagte zu ihm: „Wir können den Song gerade auf der Erde für niemanden spielen, also dachten wir, wir spielen ihn zum ersten Mal nur für dich. Dein persönliches One-Man Concert.“ Das Leben auf der ISS, wie Presquet es beschrieb, verglich Martin britisch-amüsiert mit dem Leben im Tourbus „auf einer Tour, bei der wir nicht zum Spielen rausgehen, sondern sechs Monate im Bus bleiben.“

Mittlerweile ist der Song mitsamt Videoperformance auch im irdischen Internet und im Fernsehen gelandet. „Higher Power“ ist ein nach den 80s klingender Pop-Song, eine tanzbare Coldplay-Nummer, produziert und geschrieben mit dem Schweden Max Martin, der schon Britney Spears, Justin Timberlake, Ariana Grande und The Weeknd Welthits auf den Leib schrieb. Chris Martin sagte der BBC dazu mit britischem Understatement: „Ich weiß, dass Max viel erfolgreicher ist, als wir es sind. Es war also eine große Ehre, dass er mit uns arbeiten wollte.“

Im gleichen Interview verriet Chris Martin auch, dass Coldplay noch weitere Songs in Petto haben. „Wir wären ja ein ziemlich fauler Haufen, wenn das Lied das einzige wäre, das wir in den letzten 18 Monaten zustande gebracht hätten. Wir haben uns für drei oder vier Sessions in Ländern getroffen, in denen es erlaubt war, gemeinsam, durchgetestet in einer Studio Bubble zu arbeiten.“ Man darf also gespannt sein, was da noch kommt – und ob der neue Song dann in einem Vulkan, im Mariannengraben oder auf dem Mars Premiere feiert.

Das offizielle Video