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Sowohl in ihrem eigenen Studio im irischen County Kerry als auch in den legendären RAK Studios in London und den Angelic Studios bei Banbury aufgenommen, trifft es der Titel „Colours“ tatsächlich sehr gut: Eine deutlich erweiterte Palette, etliche Schattierungen, Emotionen und Styles vereint der kaleidoskopisch angelegte neue Longplayer, auf dem Walking On Cars ihre Indie- und Alternative-Wurzeln auch mit ganz anderen (Synthesizer-) Sounds kombinieren. 

„Mit den massiven Erfolgen, die ihnen das Platin-Debütalbum ‘Everything This Way’ hierzulande und in ganz Europa bescherte, sollten Walking On Cars das Jahr 2016 prägen wie kaum eine andere Band“, hieß es in der Coverstory der irischen Musik-Bibel Hot Press. Tatsächlich sollte sich ihr Debüt, das in ihrer Heimat direkt auf die #1 ging, weltweit über 325.000 Mal verkaufen. In den 18 Monaten, die sie im Anschluss an die Veröffentlichung auf Tour verbrachten, gingen insgesamt 60.000 Tickets über den Tresen – durchweg ausverkauft. Neben großen Shows in ganz Europa, füllten sie in Irland sogar Stadien und glänzten 2017 auch auf den Main-Stages bei den wichtigsten Festivals. Auch hierzulande glänzten sie bei Festivals wie Rock am Ring, sowie Isle of Wight, Rock Werchter und Electric Picnic.

Tatsächlich konzentrierten sich Walking On Cars, die seit 2010 existieren, nach dem Erfolg ihres Debüts, auf dem auch die bei uns vergoldete Top-20-Single „Speeding Cars“ vertreten war, vor allem auf ihre Live-Aktivitäten. Doch während die Konzerte immer größer wurden, blieb für die Bandmitglieder immer weniger Zeit zum Durchatmen. Der Druck wurde schließlich immer größer, was wiederum zu Krach führte: so verloren sie zwischendurch ihren fünften Mann, einen Gitarristen. Im Februar 2018 war die Band – nunmehr bestehend aus Patrick Sheehy (Gesang, Gitarre), Sorcha Durham (Keyboards), Paul Flannery (Bass) und Evan Hadnett (Schlagzeug) – dann endlich bereit, um Kurs aufs zweite Album zu nehmen. Der Wendepunkt war jener Moment, als sie den Song „Monster“ schrieben, der nun als erster neuer Song erschien – was man auch ganz klar hören kann: Es ist ein vertonter Befreiungsschlag. Ein regelrechter Freudenschrei aus Klavier, Electronica und überdimensionalem Refrain. 

Die Kombination aus Synthesizer-Sounds, Gitarren und viel Rückkopplung, auf der „Monster“ basiert, gab gewissermaßen die Richtung vor für das neue Album: „Bei der ersten LP war alles ja noch ganz organisch entstanden“, holt Sorcha Durham aus. „Wir saßen zusammen, spielten einfach drauflos, probierten ein Stück dann noch mal vor Publikum, feilten danach noch ein bisschen, fertig.“ Dieses Mal sei jedoch auch die eigentliche Produktion ein zentrales Thema gewesen, sagt sie weiter, weil sie einfach experimentieren wollten, u.a. mit Synthesizern und programmierten Elementen, ohne dabei den Sound ihres Debüts vollkommen aus den Augen zu verlieren.

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