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Corona-Schutz im Alltag

Klar, die beste Schutzmaßnahme vor dem Coronavirus heißt: zu Hause bleiben. Dennoch möchte oder muss man hin und wieder die eigenen vier Wände verlassen und sei es nur, um den Einkauf zu erledigen. Doch wie schütze ich mich, wenn ich rausgehen muss?

Versuchen Sie so gut es geht, öffentliche Einrichtungen wie Ämter und Behörden zu vermeiden. Auch Orte, an denen es zu größeren Menschenansammlungen kommt, wie etwa Einkaufszentren, sind kein geeigneter Ort, um sich vor Corona zu schützen. Das gleiche gilt für private Feiern.

Steigen Sie im besten Fall auf den eigenen Pkw um, nutzen das Fahrrad oder gehen Sie zu Fuß. Denn in den öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Ansteckungsgefahr besonders hoch. Verzichten Sie ebenfalls auf Reisen, auch wenn diese innerhalb Deutschlands und auch in einige wenige andere Länder noch möglich sind.

Außerdem gilt, egal was Sie tun, das Einhalten der allgemeinen Hygieneregelungen:

  • Waschen Sie sich regelmäßig und gründlich (30 Sekunden lang) die Hände mit Seife.
  • Desinfizieren Sie Ihre Hände wenn möglich nach dem Waschen.
  • Halten Sie sich beim Husten und Niesen nicht die Hand vor den Mund, sondern nutzen Sie ein Einwegtaschentuch, das Sie anschließend direkt in einem Mülleimer mit Deckel entsorgen.
  • Ist kein Taschentuch vorhanden, husten oder niesen Sie in Ihre Armbeuge.
  • Halten Sie beim Husten und Niesen einen Abstand von mindestens 1,5 Meter zu anderen Personen.

So schützen Sie sich und Ihre Familie zuhause

Auch in den eigenen vier Wänden gelten zwei oberste Prämissen: Abstand halten und Hygienemaßnahmen beachten! Regelmäßiges Händewaschen und Desinfizieren sowie das Vermeiden von Berührungen wie Umarmungen sind die besten Schutzmaßnahmen zuhause gegen eine Corona-Infektion.

Sollte eine Person in Ihrem Haushalt erkrankt sein, versuchen Sie sie in einem anderen Zimmer, mit genügend Abstand zu den anderen Personen, unterzubringen. Außerdem sollten Sie regelmäßig Ihre Wohnung durchlüften.

Schutzmaßnahmen für Familie und Freunde

Es ist die aktuell meistgestellte Frage: Mit wem darf ich mich überhaupt noch treffen? Die Antwort darauf ist leider ernüchternd. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung rät dazu, so oft es geht zuhause zu bleiben. Besonders der Kontakt mit älteren oder chronisch kranken Menschen ist gefährlich, da diese zur Risikogruppe für Infektionen zählen.

Greifen Sie darum lieber zu Telefon, E-Mail oder Chats, wenn Sie mit Ihren Freunden und Familienangehörigen in Kontakt treten möchten. Für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen gelten ebenfalls strengere Besuchsregelungen, über die Sie sich informieren sollten.

Lässt es sich nicht vermeiden, Personen persönlich zu treffen, achten Sie auf einen ausreichenden Abstand von ein bis zwei Metern. Umarmungen und Händeschütteln sind in Zeiten vom Corona tabu. 

Einkaufen und Corona: So schützen Sie sich richtig

Viele Läden haben geschlossen, die Grundversorgung bleibt aber weiterhin bestehen: Lebensmittel-Läden und Apotheken werden weiterhin geöffnet haben. Um sicher für sich und andere einzukaufen, sind diese drei Richtlinien Gold wert:

  1. Kaufen Sie nicht zu Stoßzeiten ein. Wenn die Geschäfte weniger voll sind, verringern Sie das Risiko einer Ansteckung.
  2. Meiden Sie große Einkaufszentren.
  3. Nutzen Sie Abhol- oder Lieferdienste.

In Krisenzeiten sollten Sie außerdem an Ihre Mitmenschen denken: Helfen Sie also denen, die Hilfe benötigen. Ältere Nachbarn oder chronisch kranke Angehörige – sie alle brauchen besonderen Schutz vor Corona. Erledigen Sie also deren Lebensmitteleinkäufe und Besorgungen aus der Apotheke gleich mit. Aber halten Sie sich auch dabei an die Schutzmaßnahmen beim Einkaufen und an einen ausreichenden Abstand. 

Schutzmaßnahmen an der Arbeit

Die meisten Arbeitgeber haben bereits auf die Corona-Krise reagiert und schützen ihre Angestellten, indem sie diese im Home Office arbeiten lassen. Sollte dies Ihre Tätigkeit auch zulassen, reden Sie mit Ihrem Arbeitgeber über die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten.

Können Sie Ihre Arbeit nicht nach Hause verlagern, gelten folgende Richtlinien:

  1. Treffen mit Kollegen möglichst klein und kurz halten.
  2. Regelmäßig die Räumlichkeiten lüften.
  3. Sicherheitsabstand von ein bis zwei Metern einhalten.
  4. Berührungen wie Händeschütteln vermeiden.
  5. Mahlzeiten möglichst allein einnehmen.

Außerdem gilt ein Grundsatz beim Schutz vor Corona mehr denn je: Bleiben Sie zu Hause, wenn Sie sich krank fühlen und kurieren Sie sich ordentlich aus! Dies ist nicht nur Ihr Recht, sondern zum Schutz Ihrer Kollegen auch Ihre Pflicht.

Quarantäne-Koller: So bleiben Sie psychisch fit

Nein, nicht nur den Körper gilt es vor Corona zu schützen, auch die Psyche kann unter der derzeitigen Krise leiden – besonders wenn Sie die Quarantäne-Maßnahmen und Ausgangsbeschränkungen besonders vorbildlich einhalten. Damit Ihnen nicht die Decke auf den Kopf fällt, beherzigen Sie folgende fünf Tipps für die Isolation:

  1. Pflegen Sie weiterhin soziale Kontakte – per Telefon, Chat oder Videotelefonat.
  2. Behalten Sie eine Tagesstruktur bei. Dies gilt für Ihre Essens-, Freizeit- und Arbeitszeiten.
  3. Bewegen Sie sich ausreichend: Wer nicht mehr rausgehen darf, sollte dabei zumindest das Fenster öffnen. Gymnastik- und Atemübungen entspannen Geist und Körper gleichermaßen.
  4. Gehen Sie, wenn noch möglich, in die Natur und machen Sie Spaziergänge. Das ist auch alleine schön und schützt vor dem Lager-Koller.
  5. Ernähren Sie sich weiterhin gesund und ausgewogen. Und vergessen Sie nicht, ausreichend zu trinken.