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Nach ihrem Sieg beim Eurovision Song Contest ist die israelische Sängerin Netta bei ihrer Rückkehr in die Heimat gefeiert worden. «Das ist ein großer Moment für mich, für uns als Delegation und für unser Land, das sonst nicht viel Grund zur Freude hat», sagte die 25-Jährige am Montag bei ihrer Ankunft auf dem internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv.

Auch Michael Schulte, der für Deutschland im Finale antrat und den vierten Platz erreichte, ist aus Lissabon zurück: Er und sein Team hätten wenig geschlafen und eine anstrengende Zeit hinter sich, sagte er in der Nacht zum Montag nach seiner Ankunft auf dem Hamburger Flughafen. Besonders gefreut habe er sich über die vielen Glückwünsche von Freunden und Bekannten, aber auch von vielen Fremden wie im Flugzeug. "Da merkt man, dass Deutschland wirklich ein ESC-Land ist", sagte er.

"Das ist Wahnsinn" 

ESC-Gewnnerin Netta freut sich, dass der Wettbewerb 2019 in Israel stattfindet. "Das ist Wahnsinn." Die sehr glücklich wirkende Netta tanzte am Flughafen zu ihrem Song «Toy». Am Montagabend wollte Netta auf dem zentralen Rabin-Platz in Tel Aviv auftreten. Es ist Israels vierter Sieg beim Eurovision Song Contest. Zum letzten Mal siegte der jüdische Staat vor 20 Jahren mit Dana Internationals "Diva". Wie damals soll der nächste ESC-Wettbewerb in Jerusalem stattfinden.

Doch es gibt bereits Debatten über damit verbundenen Schwierigkeiten, unter anderem die Frage der Finanzierung. Wenn das Finale im Mai 2019 wie üblich an einem Samstag stattfindet, könnte es außerdem zu Protesten strengreligiöser Juden wegen der Verletzung des jüdischen Ruhetags Sabbat kommen. Auch eine Massenanreise schwuler und lesbischer Fans zu dem Event könnte in dem eher religiös und konservativ geprägten Jerusalem zu zusätzlichen Spannungen führen.