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Harvey Weinstein

Sexuelle Belästigung: US-Starproduzent im Kreuzfeuer

Er hat einige der legendärsten Filme produziert - jetzt werden schwere Vorwürfe gegen Harvey Weinstein laut.

06.10.2017 13:13 Uhr / dpa
Harvey Weinstein
© dpa

Der US-Starproduzent und Oscar-Gewinner Harvey Weinstein hat sich wegen Vorwürfen der sexuellen Belästigung von seiner eigenen Firma freistellen lassen. Die «New York Times» hatte berichtet, dass er über Jahrzehnte weibliche Angestellte und Schauspielerinnen sexuell belästigt habe, unter ihnen auch Hollywoodstar Ashley Judd. Weinstein erklärte bei der Bekanntgabe seiner Freistellung am Donnerstag, er habe sich gegenüber Kolleginnen unangemessen verhalten. Auf konkrete Vorwürfe ging er nicht ein.

Im Artikel der «New York» Times kamen mehrere der Frauen direkt zu Wort. Judd berichtete etwa, wie sie von Weinstein vor 20 Jahren in sein Hotelzimmer gerufen worden war. Nach Angaben aus Weinsteins Umfeld erhielten mindestens acht Frauen Geld, um ihn nicht anzuzeigen, darunter auch die Schauspielerin Rose McGowan.

Weinstein wehrt sich

In einem Interview mit der Zeitung «New York Post» nannte Weinstein die Berichterstattung der «Times» rücksichtslos. Die Zeitung wolle Rache an ihm nehmen und habe in jüngster Vergangenheit mehrere negative Berichte über ihn veröffentlicht. Die Zeitung erklärte jedoch, an ihrer Berichterstattung festzuhalten. Man habe Weinstein vor der Veröffentlichung die Möglichkeit gegeben, auf die Vorwürfe zu reagieren, so ein Sprecher der «Times».

Weinstein gilt als einer der einflussreichsten Produzenten Hollywoods. Gemeinsam mit seinem Bruder Bob betrieb er lange das Filmstudio Miramax und gründete später die Weinstein Company. Unter anderem produzierten sie die Filme von Regisseur Quentin Tarantino.

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