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Um Verbrecher zu fangen

Polizei betrieb Kinderpornoseite

Hinter "Childs Play", der größten Kinderpornoseite der Welt, steckte die australische Polizei. Aber sie hatte gute Gründe.

11.10.2017 18:14 Uhr / dpa
Kinderpornografie-Plattform
© dpa

Die australische Polizei hat Medienberichten zufolge monatelang eine Webseite betrieben, auf der Tausende Mitglieder Bilder und Filme von Übergriffen auf Kinder verbreitet haben. Das meldet die norwegische Zeitung «Verdens Gang». Reporter der Zeitung hatten demnach die Betreiber des Forums «Childs Play» im sogenannten Darknet aufgespürt. 30 Norweger seien darauf aktiv gewesen, berichtete die Zeitung am Mittwoch.

Dem Bericht zufolge hatte die australische Arbeitsgruppe «Task Force Argos» im letzten Herbst die Netzidentität eines Kanadiers und eines Amerikaners übernommen, die das Forum gegründet hatten. Die beiden Männer waren in den USA festgenommen worden und hatten den Ermittlern ihre Passwörter verraten. Die Polizisten veröffentlichten ebenfalls Fotos von Übergriffen, um glaubwürdig zu wirken und andere Nutzer zu überführen. Mitte September wurde die Webseite abgeschaltet.  

Dadurch sollen die Ermittler nun eine Liste mit 60 bis 90 Namen haben. Insgesamt sollen 900 Personen im Visier der Ermittler stehen, berichtet «Verdens Gang». 

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