CDU/CSU:
Die Union hat 2017 ihren größten Einbruch mit einem Minus von mehr als acht Prozentpunkten erlitten. Nach 41,5 Prozent bei der Wahl 2013 liegt sie jetzt bei etwa 33 Prozent. Bei ihrem zweitgrößten Rückgang von minus 6,3 Punkten hatte sie 1998 das Kanzleramt verloren. Den größten Zugewinn schaffte sie 1953 unter Konrad Adenauer (CDU). Sie kam damals mit einem Plus von 14,2 Punkten auf 45,2 Prozent. Bei der Wahl 1957 legten CDU/CSU 4,9 Punkte zu und erreichten mit 50,2 Prozent eine absolute Mehrheit.

SPD:
Den größten Einbruch erlitten die Sozialdemokraten 2009 mit einem Minus von 11,2 Punkten. Damals kamen sie nach 34,2 auf nur noch 23 Prozent. 1998 hatte sich die SPD bei ihrem größten Zugewinn von 36,4 auf 40,9 Prozent (plus 4,5) gesteigert. Damit begann die rot-grüne Regierungsperiode unter Gerhard Schröder (SPD).

FDP:
Die Freidemokraten haben 2017 ihr Wahlergebnis von 2013 mehr als verdoppelt und ziehen mit ihrem größten Zugewinn von etwa 5,7 Punkten wieder in den Bundestag ein. Beim größten Einbruch mit 9,8 Punkten rutschte die Partei 2013 von 14,6 Prozent auf 4,8 und war erstmals nicht mehr im Parlament.

Grüne:
Die Partei legte gleich bei ihrem Einzug ins Parlament 1983 von 1,5 auf 5,6 Prozent zu - ein Plus von 4,1 Punkten. Ihr bislang größter Verlust waren 2,3 Punkte 2013. Vor vier Jahren kam die Partei auf 8,4 Prozent.

Linke:
Ihren größten Zugewinn verbuchte die Partei 2005 mit einem Plus von 4,7 Punkten auf 8,7 Prozent. Ihre größte Einbuße hatte sie 2013 mit einem Minus von 3,3 Punkten. Die Linkspartei kam auf 8,6 Prozent.

AfD:
Die Partei steigert sich bei ihrer zweiten Bundestagswahl 2017 von 4,7 auf mehr als 13 Prozent. Mit diesem Ergebnis belegt sie Platz drei im Parlament.