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Die neue CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat nach ihrer Wahl auf dem Parteitag in Hamburg am Freitag vor allem gute Wünsche, Angebote zur Zusammenarbeit und erste Forderungen mit auf den Weg bekommen. Kritik wurde bei den Parteien links und rechts außen laut. Die Reaktionen als Zitate im Überblick:

AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel:

"Kramp-Karrenbauer bedeutet: Weiter so! Sie ist Merkel 2.0. Mit ihr wird sich Linkskurs der CDU fortsetzen und damit haben auch die letzten konservativen Christdemokraten ihren Kampf verloren und in der Union keine politische Heimat mehr."

CDU-Fraktionsvorsitzender Ralph Brinkhaus:

"Viel Erfolg im neuen Amt. [...] Gemeinsam mit der Bundesregierung und Bundeskanzlerin Angela Merkel werden wir für den Zusammenhalt der Gesellschaft eintreten und die Zukunft des Landes gestalten."

Carsten Linnemann, Vorsitzender des Unions-Mittelstands:

"Auch wenn viele in der CDU über das Ergebnis enttäuscht sind, bleibt die Chance auf einen Neustart."

DGB-Vorsitzender Reiner Hoffmann:

"Der DGB wird ein verlässlicher Partner sein, wenn es darum geht, Nationalismus und Populismus den Boden zu entziehen."

Verdi-Chef Frank Bsirske:

"Sie hat ein Ohr auch für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Land. Und das ist gut."

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer zu "Bild":

"Ich wünsche der neuen Parteiführung, dass sie vor dem Hintergrund der sich ändernden wirtschaftlichen Situation die Kraft findet, zugunsten der Wirtschaft und ihrer Arbeitsplätze die Fragen der Wettbewerbsfähigkeit in den Vordergrund zu rücken."

Der Präsident des Industrieverbands BDI, Dieter Kempf:

"Von der neuen CDU-Vorsitzenden müssen frische Impulse und Ideen zum Beispiel in der Steuer- und Finanzpolitik ausgehen."

Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern:

"Ich bin zuversichtlich, dass die CDU unter der Führung ihrer wahlkampferprobten neuen Vorsitzenden den Status als Volkspartei bestätigen und festigen kann, der für die Stabilität unserer Demokratie so wichtig ist."

Der Präsident des Verbands der Digitalwirtschaft Bitkom, Achim Berg, zu "Bild":

"Nach der Personaldiskussion brauchen wir jetzt eine ebenso entschieden und leidenschaftlich geführte Sachdiskussion zu unserem wichtigsten Zukunftsthema: Digitalisierung."