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Global Terrorism-Index

Zahl der Terroropfer geht zurück

Es sind erfreuliche Nachrichten aus London: Nach dem Global Terrorism Index geht die Anzahl der Terrortoten seit zwei Jahren zurück - weltweit. In Europa sieht das jedoch anders aus.

15.11.2017 06:57 Uhr / dpa
Zahl der Terroropfer geht weltweit zurück
© Paul Zinken/dpa

Die Zahl der weltweiten Terroropfer ist im vergangenen Jahr zum zweiten Mal in Folge gesunken. Das geht aus dem Global Terrorism Index der Londoner Denkfabrik IEP (Institute for Economics and Peace) hervor, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. Demnach starben im vergangenen Jahr weltweit 25 673 Menschen bei terroristischen Anschlägen. Das waren 13 Prozent weniger als im Vorjahr und 22 Prozent weniger als noch 2014. Angesichts der militärischen Niederlagen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und dem Irak sieht das IEP bereits einen Wendepunkt im Kampf gegen islamistischen Extremismus gekommen.

Der Blick auf Europa

Nicht so gut sind die Nachrichten, wenn man nur Europa betrachtet. Dort waren 2016 mit 826 Opfern so viele Terrortote zu beklagen wie seit 2002 nicht mehr, davon allein 658 in der Türkei. Es gibt aber Anzeichen, dass sich 2017 ein Rückgang abzeichnen könnte, so die Experten. Außerdem gelinge es den Sicherheitsbehörden immer häufiger, Anschläge zu verhindern. Probleme bereiten jedoch Attacken, die mit einfachen Mitteln durchgeführt werden können, beispielsweise mit Fahrzeugen.

Der Blick auf Afrika

Der größte Teil der terroristischen Aktivitäten spielt sich in Afrika, dem Nahen Osten und Asien ab. Dort ging die Zahl der Toten in vier der fünf am stärksten betroffenen Ländern teils drastisch zurück. Den stärksten Rückgang verzeichnete Nigeria mit einem Rückgang von 80 Prozent der Toten durch die Terrormiliz Boko Haram. Grund dafür sei vor allem eine internationale Militäroperation gegen die Miliz, heißt es in dem Bericht. Auch in Pakistan, Syrien und Afghanistan sank die Zahl der Toten. Kein positives Bild zeichnet sich im Irak ab, dort stieg die Zahl der Terroropfer um 40 Prozent auf 9765. Verantwortlich dafür war vor allem die IS-Miliz.

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