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Die hochdekorierte Schauspielerin wurde bei der Berlinale für ihr Lebenswerk ausgezeichnet

Ehrenbär für Meryl Streep

Schauspielerin Meryl Streep bei den Screen Actors Guild Awards (SAG)
© getty-AFP

15.02.2012 11:25

Von Alexander Böck

Meryl Streep erhielt am Dienstagabend den Goldenen Ehrenbären und freute sich sichtlich über die Auszeichnung. Die Laudatio für die 62-Jährige hielt Hollywood-Kollege Jake Gyllenhaal, der das Publikum mit launigen Anekdoten unterhielt. Die US-Schauspielerin war nach Berlin gekommen, um ihren zurzeit laufenden Kinofilm "Die Eiserne Lady vorzustellen. 

Darin spielt die zweimalige Oscar-Preisträgerin Margaret Thatcher. "Die Eiserne Lady" erzählt die Geschichte der ersten weiblichen Regierungschefin Europas, die sich in einer bis dahin von Männern dominierten Welt behauptete. Die Darstellung dieser politischen Vorreiterin brachte Streep ihre 17. Oscarnominierung ein - Rekord! In ihrer Dankesrede auf der Berlinale würdigte die Schauspielerin Weggefährten wie Robert Altman und Sydney Pollack, die ihr in ihrer Karriere geholfen haben.

Eine besondere Erwähnung fand ihr langjähriger Maskenbildner J. Roy Helland, der einen Sonderapplaus erhielt: "Ich vergesse nie, wie dankbar ich ihnen bin." Über Thatcher habe die politisch links stehende Schauspielerin viel Überraschendes erfahren, unter anderem, dass sie keine Abtreibungsgegnerin war. Darum kommt Streep zum Urteil: "Sie war eine Feministin."

Ich hatte Angst vor ihr

Eine witzige Laudatio auf den Leinwandstar hielt Jake Gyllenhaal. Als Kind habe er noch mächtig Angst vor ihr gehabt, erklärte der "The Day After Tomorrow"-Star. So habe beispielsweise der Film "Der Teufel trägt Prada" schlimme Erinnerungen in ihm ausgelöst.

Doch der 31-Jährige wurde daraufhin wieder ernst und würdigte ihre großen schauspielerischen Leistungen. Selbst schlechte Filme würden durch ihre Präsenz aufgewertet. Dazu sei Streep auch privat ein toller Mensch. "Sie ist eine außergewöhnliche Mutter und genauso eine außergewöhnliche Schauspielerin." 

Von vielen Kritikern wird sie als weltbeste Schauspielerin bezeichnet, doch das findet Streep übertrieben. Immerhin gebe es viele herausragende Leistungen von Frauen, die noch nicht einmal nominiert werden.

Quelle: stern

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