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Deutsches Unternehmen plant Förderanlage

Lithiumschätze in Bolivien

  • Veröffentlicht: 15.08.2015
  • 17:11 Uhr
  • dpa
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 Das Thüringer Unternehmen K-Utec soll eine Anlage zur Lithiumgewinnung am weltgrößten Salzsee in Bolivien planen.

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Das Thüringer Unternehmen K-Utec wird die erste große Lithium-Förderanlage für Elektroauto-Batterien in Bolivien planen. Der Vorstandsvorsitzende Heiner Marx sagte am Samstag der Deutschen Presse-Agentur, die feierliche Unterzeichnung der Verträge sei für Sonntag im Beisein von Boliviens Staatspräsident Evo Morales in Uyuni geplant. Auch das bolivianische Rohstoffministerium meldete den endgültigen Zuschlag für K-Utec im Bieterrennen. Im Salzsee von Uyuni werden die weltweit größten Lithiumvorkommen vermutet. Er ist 10.582 Quadratkilometer groß und liegt auf einer Höhe von 3.650 Metern.

Pro Jahr sollen 30.000 Tonnen Lithium-Karbonat gewonnen werden

Morales stemmte sich aber lange Zeit gegen eine Förderung, die nur mit ausländischem Know-How möglich ist - gerade indigene Gruppen warnten vor einer Ausbeutung wie der Silbervorkommen von Potosi in der Kolonialzeit durch die Spanier. Zudem ist er einer der größten Touristenattraktionen. Es geht laut Marx zunächst um ein Volumen von 4,5 Millionen Euro für die Planung der Anlage, mit der pro Jahr 30.000 Tonnen Lithium-Karbonat als Batterie-Rohstoff gewonnen werden sollen. Gerade in Erwartung einer deutlichen Zunahme der Nachfrage nach Elektroautos liegt hier ein großes ökonomisches Potenzial, der Weltmarktpreis für Lithium-Karbonat ist von 2.500 US-Dollar (2005) in den letzten zehn Jahren auf 6.400 US-Dollar (5.747 Euro) gestiegen.

Die bolivianische Regierung will 600 Millionen Dollar investieren

"Für uns ist das ein großer Auftrag", sagte Marx. Mit der Hoch- und Tiefbauplanung würden 40 bis 50 Mitarbeiter beschäftigt sein, dies soll 13 bis 15 Monate dauern. Das Unternehmen, das weltweit für die salzverarbeitende Industrie Projekte plant, soll auch die Unterlagen für die Ausschreibung zum späteren Bau der Anlage erstellen. Die bolivianische Regierung will insgesamt rund 600 Millionen Dollar (538 Millionen Euro) investieren.

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