Teilen
Merken
Abnehmen

Fettschürze entfernen: OP oder Training?

11.12.2012 • 23:30

Aufstehen, aus dem Bett steigen, anziehen – was für schlankere Menschen kein Problem ist, ist für Menschen mit einer Fettschürze die erste Tortur des Tages. Ob Betroffene ihren Hängebauch wegtrainieren oder entfernen lassen können, erfahren Sie im SAT.1-Ratgeber.

Wie entsteht eine Fettschürze?

Wer starkes Übergewicht (Adipositas) hatte und dieses innerhalb kurzer Zeit reduzieren konnte, sieht nicht von heute auf morgen aus wie ein Supermodel. Denn die Haut bildet sich nur langsam zurück. Die Folge: ein unschöner Hängebauch. Oft betroffen sind Menschen, die durch eine OP auf einen Schlag 50 Prozent ihres ursprünglichen Körpergewichtes oder mehr verloren haben. Wie ausgeprägt die Fettschürze ist, ist vom Ursprungsgewicht, aber auch vom Alter abhängig. Die Haut jüngerer Menschen bildet sich in der Regel schneller zurück.

Fettschürze entfernen: OP nach Gewichtsabnahme?

Unter den ästhetischen Konsequenzen einer Gewichtsreduktion haben die meisten Menschen ebenso zu leiden wie unter ihrem vorherigen Übergewicht. Vereinsamung, Alkoholsucht, Arbeitsunfähigkeit – für viele Betroffene ist nach der OP vor der Depression. Und nicht nur seelisch, auch körperlich birgt die Fettschürze ein erhebliches Risiko – Infektionen sind nicht selten die Folge hängender Hautlappen, eine weitere OP zur Entfernung in vielen Fällen unumgänglich. Doch diese hat eine Bedingung: Betroffene müssen ihr neues Körpergewicht erst ein Jahr halten, bevor ein kosmetischer Eingriff überhaupt möglich ist – der Besuch im Schwimmbad oder Sex mit dem Partner werden so nicht selten zur Qual.

Fettschürze wegtrainieren – geht das und wenn ja: Wie?

Wer das Jahr durchhält, kann auf eine OP hoffen – dass die Krankenkasse die Kosten dafür übernimmt, ist aber nicht die Regel. Nur wenn eine OP wirklich notwendig ist, werden Betroffene hier finanziell unterstützt. Ansonsten gilt: die Fettschürze wegtrainieren. Wie? Mit gezieltem Bauchtraining. Das klappt nicht innerhalb von einer Woche, sondern braucht Geduld. Das Training begleiten sollten außerdem viel zucker- und kohlensäurefreie Getränke, am besten Wasser und Tee. Beim Essen gilt das Gleiche: Weder Fett noch Zucker fördern die Rückbildung, Obst und Gemüse hingegen sind besonders wichtig. In Sachen Sport gilt: Beginnen Sie mit regelmäßigem Ausdauersport wie Schwimmen und Radfahren, bewegen Sie sich im Alltag viel, statt mit Bus, Bahn oder Auto zu fahren, und machen Sie gezieltes Bauchmuskeltraining zu Hause. Ganz wichtig: Achten Sie auf regelmäßige Trainingseinheiten.