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Stoffwechseldiät: Idee, Diätplan und Kritik

Guter Stoffwechsel, schlechter Stoffwechsel - je nachdem was Sie haben, kommen oder gehen die Kilos. Die Stoffwechseldiät macht sich dieses Wissen zunutze und empfiehlt eine bestimmte Ernährungsweise, um die Fettverbrennung anzukurbeln.

09.09.2016 10:00 | 1:04 Min | © Glutamat

Die Idee hinter der Stoffwechseldiät

Dass der Stoffwechsel, auch als Metabolismus bezeichnet, das Gewicht beeinflusst, ist keine Neuigkeit. Ein langsamer Stoffwechsel führt dazu, dass Fett im Körper eingelagert wird. Menschen mit einem schnellen Umsatz haben etwas mehr Glück: Energie wird schnell verbraucht, sodass Übergewicht abgebaut wird oder sich gar nicht erst bildet.

Die Stoffwechseldiät weiß um die Wichtigkeit des Energieumsatzes. Das Ziel: Mittels bestimmter Nahrung soll der Stoffwechsel angeregt werden, sodass Diätler leicht abnehmen können. 10 Kilo in nur zwei Wochen? Kein Problem. Und die Stoffwechseldiät setzt noch einen drauf: Durch die veränderte Ernährungsweise wird der Stoffwechsel so verändert, dass Probanden mindestens ein Jahr keine Gewichtszunahme fürchten müssen.

Es gibt nicht nur eine Stoffwechseldiät. Erfahrungen mit den verschiedenen Diäten können daher variieren. Zu den bekanntesten Formen gehören die Blutgruppendiät, Max-Planck-Diät und Metabolic Balance. Bei letzter Diät wird ein individueller Metabolic-Balance-Ernährungsplan von einem Computerprogramm auf Basis des eigenen Blutbildes konzipiert.

Essen ohne Kohlenhydrate, aber mit vielen Eiweißen

Ähnlich wie der Low-Carb-Ernährungsplan sieht auch der Speiseplan bei der Stoffwechseldiät aus: Kohlenhydrate müssen vom Speiseplan weitestgehend verschwinden. Sagen Sie also tschüss zu Nudeln, Kartoffeln und Brot. Der Grund: Kohlenhydrate sind Konstruktionen aus Zuckermolekülen. Diese sind wiederum dafür verantwortlich, dass der Blutzuckerspiegel rasch ansteigt und danach wieder absinkt. Aufgrund dieser Schwankungen können Heißhungerattacken ausgelöst werden, obwohl der Körper in dem Moment keine Energie benötigt. Die Lösung: Bereiten Sie lediglich Essen ohne Kohlenhydrate zu. Schnell abnehmen ohne zu Hungern? Mit dieser Methode angeblich gut zu realisieren.

Stoffwechseldiätplan: Wenig abwechslungsreich und mager

Nicht nur Kohlenhydrate, also Lebensmittel mit Zucker, sind bei der Stoffwechseldiät tabu, sondern auch Salz und Alkohol. Zum Trinken eignen sich ungesüßter Tee, Mineralwasser und Kaffee. Nur wer sich an den strikten 2-Wochen-Plan hält, kann auf Erfolg hoffen. Der Diätplan besteht aus drei Mahlzeiten und ist für jeden Tag klar strukturiert. Das Frühstück fällt in der Regel sehr mager aus: ein trockenes Brötchen oder Karotten mit Zitronen – mehr ist nicht erlaubt. Dazu gibt’s schwarzen Kaffee oder auch Tee mit Zitrone.

Mittags befindet sich natürlich Essen ohne Kohlenhydrate auf dem Teller: zwei gekochte Eier und Spinat oder Steak und Salat, gedünsteter Fisch und Tomaten oder gegrilltes Huhn mit Gemüse. An dieser Stelle wird der Stoffwechseldiätplan schon etwas abwechslungsreicher. Auch abends darf etwas mehr gegessen werden. Je nachdem, was es zu Mittag gab, fällt das Abendessen für den Abnehm-Erfolg etwas sparsamer oder opulenter aus: gekochte Eier und Karotten, Steak mit Salat, Naturjoghurt oder gekochter Schinken und Salat - im Grunde genommen eine Wiederholung der anderen Mahlzeiten.

Stoffwechseldiät: Erfahrungen mit Vor- und Nachteilen

Klarer Vorteil der Diät: Die Pfunde purzeln in Windeseile. Mindestens fünf Kilo Gewichtsverlust in zwei Wochen sind nicht unrealistisch. Jedoch sind nach der Diät Heißhungerattacken und ein fieser Jojo-Effekt vorprogrammiert. Hinzu kommt, dass die einseitige und die ausschließlich eiweißreiche Ernährung gesundheitliche Folgen haben kann, wie zum Beispiel einen Nierenschaden. Fazit: Die Stoffwechseldiät führt keine grundsätzliche Ernährungsumstellung herbei, welche aber wichtig ist, um dauerhaft abzunehmen. Ein guter Stoffwechsel hilft zwar tatsächlich beim Abnehmen. Doch sollten Sie diesen besser mit Sport und gesunder Ernährung ankurbeln.

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