No Carb: Rezepte ohne Kohlenhydrate

Bei einer No-Carb-Diät werden alle Kohlenhydrate vom Speiseplan gestrichen. Die Idee dahinter ist simpel: Kann der Körper zur Energieverwertung nicht mehr auf Kohlenhydrate zurückgreifen, bedient er sich der Fettreserven. No-Carb-Rezepte dienen einer Diätform, die als "ketogen" bezeichnet wird. Da das Gehirn jedoch nur 95 Prozent der Fette verstoffwechseln kann, transformiert der Körper die Fettsäuren in der Leber in Ketonkörper, die schließlich zum Energielieferanten Glukose umgewandelt werden. Dieser Vorgang wird als Ketose bezeichnet.

Klingt kompliziert, ist aber ganz einfach: Werden dem Körper keine Kohlenhydrate zur Verfügung gestellt, verbrennt er stattdessen Fett und wandelt es in Energie um. Klingt wie leichtes Abnehmen ohne Diät, oder?

No-Carb-Rezepte: Prinzipien

Damit auch wirklich keine Kohlenhydrate aufgenommen werden, verzichtet die Diät, anders als beim Low Carb, selbst auf leicht kohlenhydrathaltige Lebensmittel wie Gemüse oder Nüsse. No-Carb-Rezepte basieren somit hauptsächlich auf tierischen Fetten, gesättigten Fettsäuren und ganz wichtig: Proteinen.

Ein großes Manko: Diese Form der Ernährung ist kaum alltagstauglich, da die meisten Lebensmittel zumindest über einen geringen Kohlenhydratanteil verfügen. Dazu zählt zum Beispiel auch Gemüse. Die Hauptzutaten für No-Carb-Rezepte sind: Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte, Eier, spezielle Käsesorten und Fette.

Die Mahlzeiten

No-Carb-Rezepte zu finden, ist also gar nicht so leicht. Selbst ein Low-Carb-Brot hätte zum Frühstück zu viele Kohlenhydrate. Möchten Sie ohne Kohlenhydrate in den Tag starten, schnappen Sie sich ein paar Eier und schlagen Sie sie mit etwas Öl in eine Pfanne. Rühr- oder Spiegelei sind das perfekte Frühstücks-Rezept bei einer No-Carb-Diät. Als Alternative eignet sich zum Beispiel Lachs-Carpaccio. Die Zubereitung ist denkbar einfach: eine Packung Lachs kaufen, Fischscheiben voneinander lösen und auf einem Teller einrollen. Noch etwas Zitronensaft und Olivenöl sowie frische Kräuter drüber verteilen und schon können Sie Ihr Frühstück genießen - und ohne Kohlenhydrate in den Tag starten.

Doch wie soll ein Mittagessen ohne Nudeln, Kartoffeln und Reis aussehen? Ganz klar: viel Fleisch und Fisch. Vegetarisch ist das zwar keinesfalls, aber in diesen Lebensmitteln finden sich keine Zuckermoleküle. Sie sind perfekt für No-Carb-Rezepte. Braten Sie sich also ein Steak oder Fischfilet in der Pfanne und genießen sie es zum Beispiel mit einem Salat. Feldsalat beispielsweise zählt zu den Low-Carb-Lebensmitteln.

Geheimrezept: Die No-Carb-Pizza

Abends gibt's Pizza, aber Moment: Die enthält doch Kohlenhydrate. Nicht wenn Sie keinen Teig, sondern einen Thunfischboden machen. Nehmen Sie für dieses clevere No-Carb-Rezept den Thunfisch aus der Dose, lassen Sie ihn abtropfen und drücken Sie anschließend alle Feuchtigkeit aus ihm heraus. Mischen Sie ihn mit einem Ei und ein paar Gewürzen und geben Sie die Masse zu einem Pizzateig geformt auf ein Backblech. Lassen Sie diesen Boden nun bei 200 Grad etwa 20 Minuten lang backen, bis alle Flüssigkeit verdunstet und er schön knusprig ist. Anschließend können Sie die Pizza belegen - mit allem, was für No-Carb-Rezepte erlaubt ist.

No-Carb-Rezepte zum Abnehmen: Ist das gesund?

Mediziner und Ernährungswissenschaftler sind sich einig: Eine gesunde Ernährung muss neben Eiweißen und Fetten auch Kohlenhydrate enthalten. Die Low- oder No-Carb-Ernährung widerspreche der natürlichen und ausgewogenen Ernährungsweise, da eine solche aus 50 Prozent Kohlenhydraten, 30 Prozent Fetten und 15 Prozent Eiweißen bestehen sollte. Kohlenhydrate seien die effektivste Energiequelle für den menschlichen Körper.

Außerdem könne zu viel Eiweiß schaden, da der Körper übersäuern könnte und so möglicherweise die Bildung von Nierensteinen gefördert wird. Zwar ließe sich mit No-Carb-Rezepten schnell Gewicht verlieren, nicht selten würde aber Heißhunger auf Kuchen, Zucker und Co. den bekannten Jojo-Effekt fördern. Experten empfehlen daher: Zu Lebensmitteln greifen, die lange satt machen und den Insulinspiegel nur langsam steigen lassen. Dazu zählen zum Beispiel Vollkornprodukte, Salat, Gemüse und Milchprodukte.

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