3D-Fernseher: Vom Hype zum Ladenhüter - Bildquelle: dpa© dpa

Deutsche haben keine Lust auf Brillen-TV

Noch vor sechs Jahren galten 3D-Fernseher als das Must-Have für alle Entertainment-Begeisterte. Doch offenbar war die Nachfrage nach dem Filmerlebnis mit Brille eher gering. Wie „Bild“ berichtet, wollen führende Hersteller das einstige Technik-Highlight nun sang- und klanglos begraben. So deutet die Boulevard-Zeitung zumindest die Meldung einer koreanischen IT-Seite, laut der Samsung keine neuen 3D-Geräte mehr produziert. LG soll sein Repertoire an 3D-Fernsehern immerhin halbieren wollen.

Letzte Sargnägel stehen noch aus

Offiziell bestätigt wurden diese Produktionszahlen von den Herstellern jedoch nicht. Aber auch andere Branchen-Riesen scheinen leise Abschied von den 3D-Geräten zu nehmen. Sony verzichtet bereits bei der Mehrheit seiner Fernseher auf die Zusatzfunktion.

Was kommt nach 3D?

Statt auf 3D setzen Hersteller wie Kunden augenscheinlich lieber auf bessere Bildqualität ohne Brille. Ultra-HD-TV liefert aktuell das beste TV-Bild für den Heimbereich. Ob 3D-Fernseher aber bald tatsächlich nur noch Technik-Geschichte sind?

Angeber-Fact: Der Eindruck von räumlicher Tiefe entsteht beim 3D-Fernsehen, indem die Videosignale für das linke und rechte Auge getrennt übertragen werden. Das eine Auge wird vom roten Farbanteil, das andere vom blauen Farbanteil befreit. Deshalb haben die obligatorischen 3D-Brillen in der Regel rot-blaue Gläser, beziehungsweise Folien.