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Auto & Technik

Der Fahrrad-Test

06.04.2011 • 17:30

Im Frühling denken viele Hobbysportler über den Kauf eines neuen Fahrrads nach: Hält ein teures Rad, was es verspricht, oder genügt auch ein sehr günstiges Rad? Das verraten wir in unserem Fahrrad-Test.

Fahrrad-Test: Der Aufbau

Der Fahrrad-Test startet in die erste Runde. Die Probanden: ein Schnäppchen-Rad für 119 Euro und ein Luxus-Bike für 1199 Euro. Wie schnell sind die Räder startklar? Während das teure Rad fix und fertig geliefert wird, muss das Schnäppchen erst umständlich aufgebaut werden – Werkzeug wurde nicht mitgeliefert. Das kostet schlappe zwei Stunden oder eine Woche Wartezeit plus 100 Euro, wenn es die Werkstatt aufbaut. Der erste Punkt im Fahrrad-Test geht daher an das gut verarbeitete, teure Exemplar.

Fahrrad-Test: Versuch am Berg

Wie schlagen sich die Räder am Berg? Teil zwei des Fahrrad-Tests verrät es: Das teure Rad kommt mit 15,6 Kilogramm Gewicht und 27 Gängen daher. Damit lässt sich ein Berg leicht überwinden. Das günstige Rad hat nur sechs Gänge und wiegt 18 Kilogramm – hier sollte man die Verschnaufpause direkt mit in die Bergfahrt einrechnen. Fahrrad-Test Teil drei: Was sagen die Radler? Obwohl sie nicht wissen, welches Rad teurer ist, können sie die Modelle nach einer kurzen Probefahrt problemlos in günstig und teuer einteilen.

Fahrrad-Test: Das sagt der Experte

Und was sagt der Experte? Am Schnäppchen-Rad findet er Rost, außerdem fehlt vorn und hinten das Licht und eine Klingel gibt es auch nicht. Damit ist das Rad verkehrsuntauglich. Wer damit auf der Straße erwischt wird, dem droht ein Bußgeld in Höhe von 30 Euro. Am teuren Rad gibt es hingegen nichts auszusetzen. Auch im nächsten Teil des Fahrrad-Tests überzeugt das Luxus-Modell: Bei einer Geschwindigkeit von 23 Kilometern pro Stunde benötigt es 4,55 Meter zum Bremsen, das Schnäppchen-Rad braucht 6,36 Meter. Schließlich geht der Fahrrad-Test in die Extreme: fünf Mal eine Treppe runter und einen extrem hohen Bordstein hinauf. Laufen die Reifen noch rund? Im Labor werden die Räder mit einem Zentriergerät überprüft. 0,4 Millimeter ist der Wert des teuren Rads, das ist in Ordnung. Das billige Modell hat einen Schlag von 1,5 Millimetern – durchgefallen. Das Ergebnis des Fahrrad-Tests ist somit ganz eindeutig: Lieber Finger weg vom Billig-Rad.