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Reifenwechsel selbst gemacht

Jetzt ist die ideale Zeit, um sich von seinen Winterreifen zu verabschieden und sein Auto sommerfit zu machen. Wir erklären Schritt für Schritt, worauf es beim Reifenwechsel ankommt.

24.04.2012 08:00 | 6:59 Min | © SAT.1

Vor dem Reifenwechsel

Bevor mit dem Reifenwechsel losgelegt werden kann, sollte das Profil der Sommerreifen geprüft werden. 1,6 Millimeter sind gesetzlich vorgeschrieben. Diese Mindestprofiltiefe kann am Reifen abgelesen werden. Auch das Alter des Reifens ist für den Reifenwechsel interessant: Das Herstellungsdatum, auch Dot-Nummer genannt, ist ebenfalls auf dem Reifen vermerkt. Im Anschluss sollte folgendes Werkzeug für den Reifenwechsel bereit gelegt werden: ein Wagenheber, im Idealfall ein Drehmomentschlüssel, ansonsten ein gewöhnlicher Radmuttern-Schlüssel. Zu beachten ist nun noch, dass das Auto gerade und auf einem festen Untergrund steht. Ein Gang muss eingelegt und die Handbremse muss angezogen sein.

Reifenwechsel: Runter mit den alten Reifen

Bevor das Auto nun für den Reifenwechsel aufgebockt wird, werden die Radmuttern schon einmal mit dem Werkzeug gelöst. Lassen sie sich nicht lockern, kann es helfen, den Hebel zu verlängern. Jetzt kommt der Wagenheber. Einen guten gibt es bereits ab etwa 29 Euro. Der Heber wird unter dem Auto in der Aufhängung am Schweller angesetzt. Hierbei ist Vorsicht geboten: Der Aufnahmepunkt für den Wagenheber variiert von Automodell zu Modell. Ist das Auto aufgebockt, kann der Reifenwechsel beginnen.

Reifenwechsel: Die neuen Reifen montieren

Vor der Montage der neuen Reifen sollte überprüft werden, ob sich Fremdkörper im Mantel befinden oder das Gummi rissig ist. Ist das Profil der Reifen, die zuletzt auf der Antriebsachse des Autos montiert waren, stärker abgenutzt, sollten sie die Achse wechseln, damit immer die Reifen mit mehr Profil auf der Antriebsachse sitzen. Vorsicht außerdem bei laufrichtungsgebundenen Reifen: Sie müssen auf der gleichen Seite bleiben. Ist der Reifenwechsel vollzogen, müssen die Muttern ordentlich fest gezogen werden. Das ist extrem wichtig, denn ist nur eine Mutter locker, kann sie sich während der Fahrt lösen. Dadurch bekommt der Reifen eine Unwucht, schlackert und auch die übrigen Radmuttern können sich lösen. Wer sicher sein will, dass seine Muttern fest genug sitzen, verwendet einen Drehmomentschlüssel. Hier lässt sich einstellen, wie fest die Muttern angezogen werden sollen: bei Stahlfelgen sind es zum Beispiel 130 Newtonmeter. Jetzt ist der Reifenwechsel fast abgeschlossen.

Nach dem Reifenwechsel

Bevor der Wagenheber nach dem Reifenwechsel weggenommen wird, sollte aus Sicherheitsgründen noch einmal überprüft werden, ob alle Radmuttern richtig fest sitzen. Nach 100 Kilometern sollten sie außerdem noch ein weiteres Mal nachgezogen werden. Auf den Winterreifen muss nun noch die Reifenposition vermerkt werden – zum Beispiel mit Kreide – dann können sie zur Aufbewahrung in Reifentüten verstaut werden. Noch ein Tipp für  alle, die nach dem Reifenwechsel keine Radkappen für ihre Stahlfelgen haben: Zur Verschönerung können die Felgen mit farbiger Sprühfolie dekoriert werden, die sich problemlos wieder abziehen lässt.

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