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Sommermythen zur Autopflege

Die Sonne strahlt erbarmungslos und das Auto leidet unter der Hitze. Um den Pkw sicher durch den Sommer zu bringen, gibt es viele Tipps zur Autopflege. Doch welche stimmen wirklich und welche Automythen entspringen der Märchenkiste?

10.08.2012 10:00 | 5:32 Min | © SAT.1

Autopflege im Sommer: Hitze im Auto

Der wohl anstrengendste Nebeneffekt der warmen Jahreszeit ist für Autofahrer die Hitze im Fahrzeuginnern. Hier dient die Autopflege in erster Linie den Insassen denn dem Wagen an sich. Wie die Hitze also verhindern – indem man auf ein helles Auto zurückgreift? Immerhin sollen dunkle Pkws Hitze anziehen. Das stimmt allerdings nicht. Die Farbe spielt kaum eine Rolle, viel wichtiger ist die Größe der Fensterfronten, denn durch sie dringt Wärme in das Auto ein. Effektiven Schutz bietet eine Sonnenschutzfolie für rund drei Euro, die das Sonnenlicht reflektiert. Aber was tun, wenn es schon zu spät und das Auto total überhitzt ist? Jedenfalls nicht die Klimaanlage aufdrehen und die Fenster schließen. Auch das ist ein Automythos, der so nicht stimmt. Am schnellsten lässt sich das Auto abkühlen, indem es erst einmal gelüftet wird. Beginnt die Fahrt, sollten die Klimaanlage auf die niedrigste Temperatur und das Gebläse auf die höchste Stufe gestellt werden – und das drei Minuten lang bei geöffneten Fenstern! Dann die Fenster schließen und die Luftzirkulation für fünf Minuten auf Umluft stellen. Das Auto sollte jetzt angenehm kühl sein.

Reifendruck und Wischwasser für die richtige Autopflege

Wie praktisch! Im Sommer kann durch die warmen Temperaturen endlich auf Zusätze im Wischwasser verzichtet werden. Leitungswasser genügt – stimmt das? Leitungswasser allein eignet sich nicht wirklich für die Scheibenreinigung, da es nicht für ausreichende Sauberkeit sorgt. Die Folge: verschmierte Fenster voller Schlieren. Besser ist es, auch im Sommer Reinigungsmittel zur Autopflege in die Scheibenwaschanlage zu geben. Damit wird nicht nur die Autoscheibe sauber, sondern das Mittel verhindert auch, dass sich im warmen Wasser Bakterien, wie gefährliche Legionellen, vermehren können. Wie steht es aber um den Reifendruck? Wie viel Wahrheit steckt hinter dem Autopflege-Mythos, dass Pkw-Reifen im Sommer mit weniger Druck fahren sollten, weil sich die Luft bei hohen Temperaturen ausdehnt? Keine. Der Reifendruck sollte nicht den Temperaturen, sondern der Beladung des Pkws angepasst werden. Wärme, zu viel Gewicht und schnelle Fahrten sorgen für eine Erhitzung der Reifen, die durch zu geringen Druck noch verstärkt wird. Kein Wunder also, dass im Sommer die meisten Reifenpannen geschehen.

Autopflege heißt auch Reifenpflege

Wer viel Wert auf Autopflege legt, sollte auch seine Reifen nicht vergessen. Ein Mythos besagt: Winterreifen verschleißen im Sommer schneller und das entspricht auch der Wahrheit. Die weichere Gummimischung der Reifen ist auf hohe Temperaturen nicht ausgelegt. Der Abrieb nimmt im Sommer zu und damit steigen auch der Verschleiß der Reifen sowie der Benzinverbrauch. Winterreifen im Sommer sollten also vermieden werden.

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