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Auto & Technik

Sprachnachrichten im App-Test

30.04.2012 • 09:30

Im Auto SMS und E-Mails zu lesen und zu versenden, ist nicht nur gefährlich, es kann auch teuer werden. Durch die Sprachnachrichten-App sollen Nachrichten ohne zu tippen und zu lesen empfangen und versendet werden. Der App-Test.

App-Test: SMS empfangen und versenden

SMS im Auto checken? Keine gute Idee. Da ist schnell ein Bußgeld fällig. Abhilfe soll die Sprachnachrichten-App schaffen: Die App liest SMS und E-Mails vor und sogar zum Antworten muss man nicht tippen. Für den Preis von rund sieben Euro gibt's das Programm, das wir im App-Test gecheckt haben. Ob die App die geschriebene Nachricht erkennt? Tatsächlich, während der App-Test-Fahrt wird unsere Testerin über den Erhalt einer SMS informiert und bekommt sie verständlich vorgelesen. Nächster Punkt im App-Test: das Antworten. Die App soll gesprochene Antworten erkennen und selbstständig versenden. Nach der Aufnahme dauert es ein wenig, doch dann informiert das Programm über den erfolgreichen Versand der Nachricht.

App-Test: Wir funktioniert das Programm unter schwierigen Bedingungen?

Die Grundfunktionen der Sprachnachrichten-App funktionieren. Doch wie sieht es unter erschwerten Bedingungen aus: etwa, wenn Dialekte gesprochen werden? Schon bei exotischen Namen und Abkürzungen wie LG für "Liebe Grüße“ hatte das Programm im App-Test Schwierigkeiten. Zur Überraschung unserer Testerin kommt eine bayerische Botschaft trotzdem an - allerdings nicht als SMS, sondern als Sprachnachricht. Mit dem Dialekt hat das jedoch nichts zu tun, denn auch die hochdeutsche Antwort-SMS wurde im App-Test als Sprachnachricht versendet. Das Programm kann also gesprochene Texte nicht in Schriftform übersetzen.

App-Test: E-Mails senden und empfangen

Abschließend versuchen wir im App-Test eine E-Mail zu versenden. Sie kommt wie erwartet an, allerdings fällt auf: Die Stimme der Sprachnachrichten-App klingt bei hohem Tempo auf der Autobahn recht verzerrt und ist schlecht verständlich. Auch die diktierte Antwort kommt im App-Test erst nach zehn Minuten an – per Sprachnachricht, wie es auch bei der SMS der Fall war. Der Nachteil: die Sprachnachricht kommt als Link an. Um sie abzuhören, muss man eine Verbindung zum Internet herstellen. Ohne Flatrate wird das richtig teuer.

App-Test: Top oder Flop?

Unser Fazit des App-Tests: Das automatische Vorlesen ist zwar praktisch, aber beim Autofahren nicht immer gut zu verstehen. Sprachmemos, die das Programm als Antworten versendet, können die meisten Smartphones auch ohne App versenden. Dafür lohnen sich die Anschaffungskosten nicht wirklich.

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