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Uralte Mythen zur Autopflege

Wie das Auto behandeln, damit es möglichst lange hält? Viele Tipps zur Autopflege sind uralt. Vom Großvater über den Vater an Sohn und Tochter weitergegeben. Da stellt sich die berechtigte Frage: Sind diese Tipps eigentlich noch aktuell?

30.05.2012 11:00 | 6:00 Min | © SAT.1

Autopflege-Mythen: Gas geben, dann Motor aus!

Ein Klassiker unter den Autopflege-Mythen: Bevor der Motor abgestellt wird, sollte ruhig noch einmal aufs Gas getreten werden. Das schmiert die Ventile, säubert den Vergaser, der Motor springt beim nächsten Zünden besser an und hält länger! Das ist natürlich Unsinn! Der Vergaser-Kick ist bei der Autopflege allein deshalb schon unnötig, weil in modernen Autos gar kein Vergaser mehr arbeitet. Sie sind mit Einspritzmotoren ausgestattet und da muss auch nichts gesäubert werden. Das Gas geben ist also reine Benzinverschwendung und kann modernen Autos im Zweifel sogar schaden: Das eingespritzte Benzin kann den Schmierfilm verdünnen und das ist nicht gut für den Motor.

Autopflege-Mythen: Nie die Hand auf dem Schalthebel parken!

Und wie steht es um den Autopflege-Mythos, dass man nie die Hand auf den Schalthebel legen sollte, weil das Getriebe dadurch geschädigt wird? Unglaublich, aber wahr! Wer die Hand auf dem Hebel parkt, kann Vibrationen auf das Schaltgestänge übertragen, die das Getriebe früher verschleißen lassen. Wer sich nicht sicher ist, ob sein Auto über eine Schaltgestänge oder einen Seilzug verfügt, sollte im Zweifel lieber die Hand vom Hebel lassen und ans Lenkrad legen – der Autopflege und der Sicherheit zuliebe.

Autopflege-Mythen: In Notsituationen stotternd bremsen!

Viele glauben auch, wer stark bremsen muss, sollte stotternd in die Eisen gehen, weil  das Auto dann lenkbar bleibt, die Bremsscheiben geschont werden und so bares Geld gespart wird. Das stimmt nicht! Jedes modernere Auto verfügt über ein Antiblockiersystem (ABS), das diese Aufgabe übernimmt. In einer Notsituation sollte man das Bremspedal immer voll durchtreten, sonst wird der Bremsweg unnötig verlängert – bei der Autopflege hilft es ohnehin nicht.

Autopflege-Mythen: Neues Auto sportlich einfahren!

Ein neues Auto muss sportlich eingefahren werden, sonst wird es niemals richtig schnell fahren können – so der Autopflege-Mythos. Die Wahrheit zeigt jedoch: Das Gegenteil ist der Fall. Der Motor benötigt eine Schonzeit, damit sich in ihm ausreichend Öl verteilen kann. Die ersten 5000 Kilometer sollte man im Sinne der Autopflege eher langsamer fahren und den roten Drehzahlbereich ganz vermeiden.

Autopflege-Mythen: Automatik verbraucht mehr Sprit!

Sehr alt ist auch dieser Autopflege-Mythos: Ein Automatik-Auto verbraucht mehr Sprit als ein Auto mit Schaltgetriebe, weil der Automatik vorausschauendes Schalten nicht möglich ist. Auch das entspricht längst nicht mehr der Wahrheit. Moderne Automatik-Schaltungen verfügen über bis zu acht Gänge. Dadurch können sie viel präziser arbeiten und sogar Benzin einsparen. Wer noch über weitere Autopflege-Mythen grübelt, sollte das richtige Verhalten im Zweifel einfach im Handbuch nachlesen.

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