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Spionage App: Sicherheitslücken bei Smartphones

Wie sicher sind unsere Smartphones eigentlich? Wir haben den Test gemacht - mit erstaunlichen und zum Teil beängstigenden Ergebnissen.

18.06.2013 22:20 | 7:05 Min | © Sat.1

Private Gespräche belauschen, SMS mitlesen und den Smartphone-Besitzer zu jeder Zeit an jedem Platz orten - was nach James Bond klingt, soll jedermann mit einer einfachen App aus dem Internet möglich sein. Aber funktioniert die Spionage 2.0 wirklich?

Spionage-App: Achtung, Lauschangriff!

"Denken Sie, dass Ihr Lebenspartner Sie betrügt? (…) Fühlen Sie, dass manche Ihrer Angestellten Sie anlügen? Lassen Sie sich von niemandem anschwindeln!" Mit diesen Slogans wirbt mSpy.com auf ihrer Homepage für Handynachverfolgsungs-Software. Mit der App soll man gegen eine Gebühr von ca. 42 Euro im Monat jedes gewünschte Smartphone ausspähen können. Das Installieren der App geht einfach und schnell: Mit ein paar Klicks die Spionage-Software auf dem betreffenden Smartphone downloaden - fertig!

Anschließend hat der Nutzer grenzenlosen Zugriff auf das Zielhandy: Mit der App lassen sich E-Mails, SMS beziehungsweise WhatsAp, Unterhaltungen und Chats mitlesen, Anrufe abhören, GPS-Standorte ermitteln, Kalender- und Adressbucheinträge einsehen, die Internetnutzung nachverfolgen und sogar Fotos und Videos anschauen, die der Besitzer auf dem Smartphone gespeichert hat. Selbst auf welche Programme und Anwendungen das Zielhandy zugreifen kann, lässt sich mit der Software kontrollieren.  

Der Ausgespähte merkt von dem Lauschangriff übrigens nichts. Der Trojaner installiert sich von selbst auf dem Handy und versteckt sich.

Handy-Spionage: legal oder illegal?

Legal ist das Ausspionieren fremder Handys allerdings nicht - zumindest nicht ohne das Einverständnis des Besitzers. Das muss man laut App-Anbieter selbstverständlich vor dem Installieren der Spionage-Software einholen.

Die Realität dürfte allerdings anders aussehen. Wer würde schon seinem Chef die Erlaubnis zum Rumschnüffeln in der Privatsphäre geben? Und die Frage, warum sich die Software überhaupt als Trojaner im Handy versteckt, dürfte an dieser Stelle wohl auch gestattet sein.  

Die Anbieter solcher Apps jedenfalls geben die Verantwortung an den Nutzer ab und sind damit rechtlich nicht zu belangen.

Big Brother: Wie schütze ich mich vor Handy-Spionage?

Um sich vor Smartphone-Spionage durch Dritte zu schützen, sollte man das Handy möglichst nie unbewacht lassen oder gar aus der Hand geben, rät der Experte. Eine Anti-Viren-Software als Schutz vor dem Trojaner bringt nämlich nichts. Ist die App einmal installiert, muss man sein Smartphone komplett auf Werkseinstellung zurücksetzen.

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