Ratgeber

Pflanzenfarben

Pflanzenfarben – Haare natürlich färben

Eine neue Haarfarbe ganz ohne Chemie: Wir sagen euch, was Pflanzenfarben & Co. können und wie ihr natürliche Haarfarben auftragt.

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Ganz natürlich: Haare färben mit Pflanzenfarben

Nur sehr wenige Menschen werden wohl behaupten, dass sie mit ihrer Haarfarbe komplett zufrieden sind. Zum Glück gibt es ja Haarfarben, mit denen die Wunschmähne einfach gezaubert werden kann. Bei den chemischen Produkten hört man allerdings immer wieder von Allergien und Ausschlägen. Und wirklich gut kann es ja auch wirklich nicht sein, Haar und Kopfhaut regelmäßig mit Chemiebomben zu strapazieren. Immer mehr Menschen steigen deshalb auf natürliche Haarfarben um. Wir sagen euch wie es geht und was die Pflanzenfarben wirklich können.

So färbt ihr das Haar mit natürlichen Farben

Die überwiegende Mehrzahl der Pflanzenfarben sind auf Henna-Basis. Diese Farben färbt ihr folgendermaßen:

1. Wascht die Haare mit einem natürlichen Shampoo , das keine Silikone enthält.

2. Schmiert eine fetthaltige Creme an die Haut am Haaransatz, damit diese nicht mitgefärbt wird. Zieht euch ein altes T-Shirt an, das ruhig ein paar Farbspritzer abbekommen darf.

3. Rührt die Naturfarbe mit kochendem Wasser an und lasst die Masse etwas abkühlen.

4. Tragt die Farbe gleichmäßig auf das Haar auf. Die Hände dabei mit Handschuhen schützen.

5. Umwickelt den Kopf mit Frischhaltefolie und einem Handtuch. So trocknet die Farbe nicht an und lässt sich leichter wieder ausspülen.

6. Lasst die Farbe etwa 60–120 Minuten einfärben.

7. Farbe auswaschen. Nur mit klarem Wasser und auch bis 24 Stunden nach dem Färben kein Shampoo verwenden, damit die Farbpartikel sich noch stärker mit dem Haar verbinden können.

Ist natürlich immer gut? Die Vor- und Nachteile von Pflanzenfarben

Vorteile:

Pflegewirkung inklusive: Die natürlichen Farben ziehen nicht die Gesundheit aus dem Haar, sie fügen nur etwas Gutes hinzu. Aus diesem Grund sind die Haare nach dem Färben auch weich und glänzend – ganz ohne Silikone und Chemie.

Natürliches Ergebnis: Das Farbergebnis basiert immer auf der Ausgangsfarbe der Haare und wird dadurch immer individuell. Aschblondes Haar und dünnes Haar nimmt die Farbe zum Beispiel am besten auf, während dickes, braunes Haar die Farbpartikel nicht ganz so gut bindet. Dadurch wirkt das Ergebnis aber besonders natürlich.

Mehr Volumen und Griffigkeit: Die Pflanzenfarbe dringt nicht tief in das Haar ein, sondern legt sich vielmehr darum. Dadurch wirken die Haare dicker und bekommen mehr Volumen. Übrigens gibt es auch farbloses Henna-Pulver, das für mehr Volumen und Glanz aufgetragen werden kann.

Nachteile

Keine Aufhellung möglich: Pflanzenfarben fügen dem Haar nur Farbpartikel hinzu. Um die Haarfarbe aufzuhellen, müssen allerdings Farbpartikel entzogen werden. Schnell und zuverlässig geht das nur mit chemischen Produkten. Ein natürlicher Aufhell-Effekt kann mit Kamillentee oder Zitrone erzielt werden.

Keine Grauhaarabdeckung: Da die Grundfarbe Ausgang für das Färbeergebnis ist, werden graue Haare auch mit Pflanzenfarbe immer auffallen. Zusätzlich nehmen graue Haare weniger und nur schwer Farbpartikel auf und es kann sein, dass die Haare gar nicht gefärbt werden.

Keine komplette Veränderung: Mit Pflanzenfarben ist immer nur eine Anpassung der natürlichen Haarfarbe möglich. Von Blond auf Rot oder Schwarz ist aber nicht drin.

Lange Einwirkzeit: Pflanzenfarbe braucht in der Regel 60 Minuten, bis sie anfängt zu wirken und das Haar die Farbe annimmt. Mit natürlichen Färbemitteln könnt ihr also nicht mal eben schnell ein Make-over planen.

Hausmittel für einen Farb-Kick: So hellt ihr das Haar natürlich auf und verleiht ihm einen neuen Glanz

Hausmittel bringen euch keine komplett neue Farbe auf den Kopf. Sie bringen aber neuen Glanz zurück in die Haare. Und mit ein paar Mitteln könnt ihr eure Mähne auch langsam und natürlich aufhellen. 

Kamillentee ist der Tipp für Blondinen. Regelmäßig eine Spülkur mit intensivem Kamillentee (3 Teebeutel auf einen Liter Wasser) macht das Haar geschmeidig und verstärkt den natürlichen Glanz.

Zitronensaft & Honig sind natürliche Aufheller. Ein–zwei Esslöffel Zitronensaft und 1 Esslöffel Honig in warmem Wasser auflösen und das Haar damit spülen. Nicht auswaschen und am besten Lufttrocknen lassen. Der Aufhellungseffekt wird noch verstärkt, wenn ihr die Haare bei Sonnenschein draußen trocknen lasst. Das Sonnenlicht bleicht sie zusätzlich aus.

Espresso oder schwarzer Tee sind das Wundermittel für braunes und schwarzes Haar. Sie versorgen die Mähne mit natürlichen Farbpartikeln und bescheren neuen Schwung. Dunkle Pflanzenfarbe wird intensiver, wenn sie mit schwarzem Tee anstelle von Wasser angerührt wird.

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