Größere Unfallgefahr

Für die meisten von uns war es ganz normal, zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule zu kommen. Wer heute die Schulbank drückt, nimmt aber meist eher den Fahrservice von Mama oder Papa in Anspruch. Die Eltern fürchten, dem Spross könne allein auf dem Weg womöglich etwas zustoßen. Dabei sind die Kleinen laut Statistischem Bundesamt auf dem Rücksitz eines Autos in viel größerer Gefahr, denn: Es verunglücken im Jahr mehr Kinder als Mitfahrer als zu Fuß.

Bessere Noten dank Schulweg?

Es gibt noch einen weiteren Grund, die Kids morgens allein loszuschicken: Eine Studie aus Dänemark kommt nämlich zu dem Schluss, dass Schüler, die zum Unterricht laufen oder radeln, sich besser konzentrieren können. Und auch das Deutsche Kinderhilfswerk empfiehlt laut „FAZ“ Eltern, auf ihre Nebentätigkeit als Schul-Taxi zu verzichten. Mädchen und Jungen lernen auf dem Weg in die Penne nämlich auch noch, sich selbst zu organisieren und sich im Straßenverkehr zu orientieren.

Auszeit fürs Auto

Braucht ihr noch mehr Argumente? Egal, ob Groß oder Klein: Bewegung tut gut. Die Alternativen zum Eltern-Taxi sind für den Nachwuchs also in jedem Falle gesünder. Dass dann auch noch euer Geldbeutel und die Umwelt geschont werden, ist da fast schon Nebensache.

Angeber-Fact: Die Zahl der Schulwegunfälle geht in Deutschland leicht zurück. 1999 vermeldete die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) noch 151.280 Unfälle, 2014 waren es hingegen nur noch 109.992. Aber klar ist: Auch das ist definitiv zu viel.

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