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#Low-Carb

Um das Gewicht zu halten und einer vermeintlich gesunden Ernährung zu folgen, setzen viele Eltern auf eine Low-Carb-Diät . Das bedeutet: möglichst wenig Kohlenhydrate zu sich zu nehmen. Süßigkeiten, Kartoffeln und Ähnliches werden mitunter ganz vom Speiseplan gestrichen. Dass das bei Erwachsenen vor allem in puncto Körpergewicht erfolgreich ist, ist allerdings nur die eine Seite der Medaille.

Sonja Ricke, Ernährungsberaterin und Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Essstörungen Schweiz berichtet dem Magazin „Wir Eltern”, dass sie immer wieder viel zu dünne Kinder bei sich sitzen habe, die schlicht und ergreifend zu kalorienarme Kost bekommen. In der Schule zeigen sich dadurch weitere Probleme: Die Kinder sind unterzuckert und werden hibbelig. Doch auch für ihre körperliche Entwicklung sei das mehr als problematisch: „Kinder brauchen Energie, um zu wachsen. Eine Mangelernährung kann ihre geistige und körperliche Entwicklung beeinträchtigen.”

#Glutenfrei, histaminarm und Co.

Der Trend zu besonderen Ernährungsmethoden steigt. Bücher, die sich mit dem Thema Gluten oder Weizenprodukte als Diätform auseinandersetzen, boomen – und landen immer häufiger auf den gängigen Bestsellerlisten. Dabei enthalten viele der „verbotenen” Lebensmittel Nährstoffe, die für Kinder wichtig sein können. Eine Glutenunverträglichkeit haben nur etwa 0,1 bis 1 Prozent der Deutschen – alle anderen und erst recht Kinder, sollten sich hingegen ganz normal ernähren.

Doch auch Obst wird von vielen Eltern seltener an ihre Kids verteilt. Der Grund? Der Fruchtzuckergehalt sei zu hoch oder Banane und Co. enthalten zu viel Histamin. Dabei brauchen viele Kinder genau diese Form von Kohlenhydraten, um entspannt durch den Schulalltag zu kommen.

#Vegane Ernährung

Aus moralischen Gründen und/oder der Umwelt zuliebe setzen immer mehr Menschen auf vegane Ernährung . Für Erwachsene stellt das in den meisten Fällen kein großes Problem dar – sofern sie auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen, die ihnen fehlende Mineralstoffe liefern.

Doch gerade bei Kindern kann sich dieser Verzicht negativ auf die Gesundheit auswirken. Insbesondere der Eisenbedarf ist in den ersten zwei Lebensjahren besonders groß – und Eisen findet sich in großem Maße in Fleisch wieder. Darüber hinaus kann so auch ein Vitaminmangel entstehen. Gerade das fürs Nervensystem wichtige Vitamin B12 steckt fast ausschließlich in tierischen Produkten. Wird es in den ersten Lebensjahren zu knapp konsumiert, kann es zu Entwicklungsstörungen kommen.

Angeber-Fact: In der Schweiz wird am genauesten auf eine vermeintlich gesunde Lebensführung geachtet – das ergab eine Untersuchung der Universität Zürich. Gleichzeitig finden sich hier, knapp hinter den USA gelegen, besonders viele Kinder mit Essstörungen.

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