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Sorgerecht: Wissenswertes und Tipps

Beim Ringen um das Sorgerecht muss das Wohl Ihres Kindes im Mittelpunkt stehen. Eine endgültige Entscheidung sollte daher immer an individuellen Umständen gemessen werden.

04.08.2010 05:30 | 5:49 Min | © Frühstücksfernsehen

Grundlegendes zum Sorgerecht

Erwachsenen und vor allem Scheidungskindern wird nach der Trennung ein großes Bündel emotionaler Belastung aufgeladen. Wenn Sie sich zusammen mit Ihrem Partner zu einer bestimmten Regelung des Sorgerechts entscheiden, muss das Glück und Wohlbefinden der Kinder immer im Vordergrund stehen. Egal, ob Ihr Nachwuchs noch ein Kleinkind oder bereits ein Teenager ist: Es besteht ein gemeinsames Sorgerecht, wenn die Eltern zum Zeitpunkt der Geburt verheiratet waren oder nach der Geburt geheiratet haben. Darüber hinaus können beide Elternteile erklären, dass ein gemeinsames Sorgerecht gewünscht wird – oder das Familiengericht kann gegebenenfalls dazu eine Entscheidung treffen.

Sorgerecht für nicht verheiratete Eltern

Sind Sie mit Ihrem Partner nicht verheiratet, sollten Sie genau abwägen, wer sich um den Nachwuchs am besten kümmern kann. Bei dieser schwierigen Entscheidung können Sie sich helfen lassen: Entweder wenden Sie sich an eines der Jugendämter oder holen sich Rat bei gemeinnützigen und kirchlichen Einrichtungen. Eine Sorgeerklärung von beiden Elternteilen muss immer öffentlich beurkundet werden, beispielsweise beim Jugendamt oder Notar – im Übrigen kann diese Erklärung auch schon vor der Geburt abgegeben werden.

Reform des Sorgerechts

Am 19. Mai 2013 ist eine Reform in der Rechtsprechung in Kraft getreten: Väter können nun auch ohne die Zustimmung der Mutter einen Antrag auf das gemeinsame Sorgerecht stellen. Beide Elternteile kommen nur dann zu ihrem Recht, sofern das Familiengericht das Wohl des Kindes dadurch nicht in Gefahr sieht.

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