Familie

Cybermobbing gegen GNTM-Model Aminata: Tipps für Opfer

21.05.2013 • 22:20

Cybermobbing kann jeden betreffen, der im Netz verkehrt. Nun hat es GNTM-Kandidatin Aminata Sagona getroffen, die mit rassistischen Parolen beschimpft wird. Was können Opfer tun?

Rassistische Beschimpfungen im Netz gegen GNTM-Model Aminata

„Quotenneger“, „gorilla fresse“ – solche rassistischen Kommentare waren auf der Facebookseite von ProSieben unter dem Foto der traurig blickenden Aminata zu lesen. Die 19 -jährige Aminata nimmt am Model-Contest der ProSieben-Show Germany’s Next Topmodel teil und ist an der Elfenbeinküste geboren. Mittlerweile hat der Sender die rassistischen Beschimpfungen gelöscht sowie die Verfasser blockiert. Auch soll geprüft werden, wie ProSieben gegen die Absender juristisch vorgehen kann, so der Sender-Sprecher Christoph Körfer gegenüber „spiegel.de“. Doch der Schaden wurde längst angerichtet. Aminata gibt sich kämpferisch und lässt die Kommentare auf ihrer Fanpage als eine Art Mahnmal stehen.

Cybermobbing: Was können Opfer tun?

Nicht jedes Opfer ist so stark wie Aminata. Der erste Schritt bei Cybermobbing sollte immer sein, sich anderen mitzuteilen, seien es Freunde oder Eltern. Seelischer Beistand ist in dieser Situation enorm wichtig, denn wer die Last des psychischen Fertigmachens im Netz bloß auf seinen eigenen Schultern trägt, droht darunter zu zerbrechen. In besonders extremen Fällen begingen Opfer sogar bereits Selbstmord. Beleidigungen im Internet müssen und dürfen daher nicht toleriert werden. Sehen sich Betroffene mit Beschimpfungen und/oder unerlaubten Bildern beziehungsweise Videos über sich in Social-Media-Netzwerken konfrontiert, sollten sie in jedem Fall die Netzbetreiber über die diffamierenden Einträge informieren und dazu auffordern, diese zu löschen. Jeder Netzwerkbetreiber hat seine eigenen Regeln für das Löschen von Bildern, Daten oder ganzen Profilen – im Notfall muss ein Anwalt hinzugezogen werden. In besonders schwerwiegenden Fällen von Cybermobbing sollten Betroffene sofort bei der Polizei Anzeige erstatten.

mehr anzeigen