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Jugendliche und Alkohol – eine explosive Mischung

Jugendliche und Alkohol vertragen sich nicht – das trifft sicherlich nicht auf alle Teenager zu. Wichtig ist aber eine umfassende Aufklärung über gesetzliche Bestimmungen und gesundheitliche Risiken.

29.07.2011 05:30 | 5:17 Min | © Sat.1

Gesetzliche Regelung für Jugendliche und Alkohol

Bevor über moralische oder erzieherische Fragen zum Thema Jugendliche und Alkohol gesprochen wird, sollten sich Eltern und Teenager über die Gesetzeslage informieren. Während Jugendliche rauchen dürfen, sobald sie ihren 18. Geburtstag feiern, gelten für den Alkoholkonsum differenziertere Bestimmungen. Branntwein und branntweinhaltige Getränke, sogenannte Spirituosen, dürfen nicht von Jugendlichen unter 18 Jahren konsumiert werden. Wer derartige Alkoholika an Minderjährige verkauft, macht sich strafbar. Wein, Bier und Sekt hingegen können von Jugendlichen über 16 Jahren getrunken werden. Teenager ab 14 Jahren dürfen diese in Begleitung eines Erziehungsberechtigten ebenfalls konsumieren. Grund für die strengen Vorgaben: Der Alkohol hemmt das Wachstum des Gehirns.

Jugendliche und Alkohol – maßvoller Genuss statt Binchdrinking

Wer im Kreise der Familie oder Freunde ein Glas hebt, schert sich jedoch eher selten um die Gesetzeslage oder gesundheitliche Folgen. Problematisch wird es, wenn Jugendliche die Wirkung des Alkohols unterschätzen und zu viel davon trinken. Häufig ist der übermäßige Konsum auch durch sozialen Gruppendruck bedingt. Jugendliche wollen Mobbing in der Schule vermeiden und lassen sich so mitunter zum Vorglühen, Binchdrinking oder Komasaufen überreden – allesamt Begriffe für extremen Alkoholkonsum in der Gruppe. Aggressives Verhalten oder Depressionen bei Jugendlichen sind unter Umständen die Folge.

Was können Eltern tun?

Wie können Eltern dies vermeiden? Wichtig ist, dass Sie selbst ein gutes Vorbild sind. 60 Prozent der Jugendlichen haben ihren ersten Alkoholkontakt im eigenen Elternhaus. Halten Sie sich an die gesetzlichen Bestimmungen und setzen klare Grenzen, erklären aber auch, welche Auswirkungen ein Rausch haben kann. Allerdings sollten Sie auch nicht gleich den Teufel an die Wand malen. Solange der Alkoholkonsum nicht regelmäßig und in Maßen stattfindet, müssen Eltern noch nicht die Suchtbehörde benachrichtigen, sagt Kerstin Jüngling, Leiterin der Fachstelle für Suchtprävention. Grundsätzlich sei Aufklärung wichtig – nicht erst im Bedarfsfall, sondern vorbeugend. Tauschen Sie sich über Ihre ersten Erfahrungen mit Alkohol aus und zeigen sich verständnisvoll.

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