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Darf man Geld verbrennen?

Ein Mythos um das liebe Geld hält sich hartnäckig: Man darf Geld nicht vernichten, auch wenn es das eigene ist. Was die Europäische Zentralbank in Frankfurt damit zu tun hat, erfahrt ihr hier.

27.06.2012 10:00 | 5:52 Min | © Sat.1

Europäische Zentralbank zerstört Geld

Sie steht mitten in der Banker-Hauptstadt Deutschlands, in Frankfurt: die Europäische Zentralbank, kurz EZB. Die Europäische Zentralbank ist vor allem dafür verantwortlich, dass der Euro seit dem Jahr 2002 produziert wird und als Nachfolger der D-Mark in Deutschland im Umlauf ist. Die Europäische Zentralbank hat auch im Blick, wie viele Euro-Banknoten im Umlauf sind: Anfang 2010 waren es rund elf Milliarden Euro. Die Europäische Zentralbank produziert den Euro und vernichtet ihn auch. Denn irgendwann hat jeder Schein und auch jede Münze einmal ausgedient. Dann werden sie durch Neue ersetzt. Aber darf nur die Europäische Zentralbank Geld vernichten – oder auch Privatpersonen?

Geld darf man auch privat vernichten

Geld regiert die Welt, so heißt es zumindest. Sicher gibt es auch genug Schnösel, die sich die Zigarre mit einem 100-Euro-Schein anzünden. Die meisten kämen jedoch nicht einmal auf die Idee, Geld zu zerstören - selbst wenn sie genug davon hätten. Doch darf man Privat Geld vernichten oder darf das nur die Europäische Zentralbank? Es ist der wohl am weitverbreitetste Mythos zum Thema Geld: Zahlungsmittel dürfen nicht zerstört werden, zumindest nicht von Privatpersonen - nur die Europäische Zentralbank dürfe Geld zerstören.
Das stimmt so nicht! Mit Geld, welches einem Selbst gehört, darf man machen, was man will. Bestes Beispiel ist der Handel mit Souvenir-Münzen: Bevor sie zum Verkauf angeboten werden, werden diese verformt und durch diese Verformung schließlich unbrauchbar gemacht. Tatsächlich machen sich die Souvenir-Verkäufer nicht strafbar. Deshalb gilt: Nicht nur die Europäische Zentralbank in Frankfurt, auch Privatpersonen dürfen Geld vernichten. Denn Geld ist eine Sache, die jedem gehört. Allerdings empfiehlt es sich, auf Dauer eher Geld zu sparen, als Geld zu vernichten.

Die Europäische Zentralbank gibt es seit dem 1. Juni 1998. Sie ist die Notenbank für die gemeinsame Währung Europas. Ihre Hauptaufgabe ist es, die Kaufkraft des Euro und somit Preisstabilität im Euroraum zu gewährleisten.

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