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So arbeitet die Bundesbank

Wer verteilt das ganze Geld unter uns? Was passiert, wenn aus Versehen ein Schein in den Schredder kommt? Und was macht man mit Falschgeld? Das alles regelt die Bundesbank.

27.06.2012 10:00 | 5:27 Min | © Sat.1

Filialen der Bundesbank gesichert wie Fort Knox

Die Filialen der Bundesbank sind gesichert, wie die berühmte Tresor-Stadt Fort Knox: Stahltore verschließen den Zugang zur Bundesbank, jeder, der sich einem solchen Gebäude nähert, wird gefilmt. Mitarbeiter der Bundesbank benötigen alle ein geheimes Passwort, um Zugang zu einer der Filialen zu bekommen. Auch das Geld in der Bundesbank ist gut gesichert: Der riesige Tresor befindet sich hinter tonnenschweren Stahltoren. Von hier aus wird die Bundesrepublik mit frischem Geld versorgt.  Das Geld, das durch Geldtransporter in eine der Filialen der Bundesbank gebracht wird, ist in praktische Plastikpäckchen mit 500-Euro-Scheinen unterteilt. Jedes dieser Päckchen ist eine Million Euro wert. 

Falschgeld und die Bundesbank

Wie viel Falschgeld sich in diesen Geldbündeln wohl verbirgt? Natürlich sollen durch die Bundesbank nur echte Scheine unter die Menschen gebracht werden. Um das auch gewährleisten zu können, arbeitet über dem Tresor der Bundesbank eine Spezialabteilung, die sich um Falschgeld kümmert. 35 Mitarbeiter untersuchen jede frische Blüte, die in der Bundesbank auftaucht, nach den neuesten Methoden. Dort finden sie zum Beispiel heraus, ob ein falscher Fünfziger zu einer alten Version passt. Diese Arbeit ist enorm wichtig, schließlich tauchen jährlich Tausende Scheine Falschgeld auf und das nicht nur in der Bundesbank. Das meiste Falschgeld ist leicht zu erkennen. Wenn Profis jedoch bei Falschgeld am Werk waren, dann wird das schon schwieriger. Bei 90 Prozent der Fälle ist das Falschgeld aber schnell zu erkennen, selbst von Laien. 
Die Experten bei der Bundesbank decken auch ganz besondere Fälle von Falschgeld auf: Kuriositäten, wie den 1-Million-Euro-Schein oder den 300-Euro-Schein. Nicht selten fallen Leute auf solches Falschgeld rein. Die Scheine wurden angenommen und entsprechendes Wechselgeld rausgegeben. Ein sehr gutes Geschäft für den Fälscher. 

Bundesbank rettet Geld

Eine weitere Abteilung in der Bundesbank kümmert sich um sehr spezielle Scheine: Diese Geldscheine sind kaum noch als solche zu erkennen. Sie wurden angezündet, zerfetzt oder geschreddert. Kein Problem für die Experten in der Bundesbank: In Kleinstarbeit, mit Hilfe von Lupe und Pinzette, legen sie bei diesen schwierigen Fällen der Zerstörung einfach selbst Hand an und setzen diese Scheine wieder zusammen. Insgesamt beläuft sich die Summe der Scheine, die aus Versehen zerstört werden und ohne die Mitarbeiter der Bundesbank verloren wären, auf jährlich mehrere Millionen Euro. 

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