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Pollenallergie: Was geschieht im Körper?

Menschen, die unter einer Pollenallergie leiden, sehen dem Frühling mit gemischten Gefühlen entgegen: Sonnenschein, singende Vögel und blühende Pflanzen versüßen das Leben – wären da nicht Pollen.

09.01.2013 10:00 | 2:47 Min | © Sat.1

Abwehrprozesse im Körper

Mehr als zwölf Millionen Menschen leiden in Deutschland unter einer Pollenallergie. Im Süden Deutschlands beginnt die Pollensaison aufgrund der meist wärmeren Temperaturen oftmals früher als im Norden. Obwohl die Anzahl der leidenden Personen immens ist, ist immer noch nicht erklärt, warum so viele Menschen eine Allergie gegen Pollen entwickeln.

Lediglich die körperlichen Abläufe bei einer allergischen Reaktion sind bekannt: Abwehrzellen des Körpers reagieren auf bestimmte Oberflächenstrukturen von Pflanzenpollen. Nach dem ersten Kontakt zum Blütenstaub bildet das körpereigene Immunsystem Abwehrstoffe, sogenannte IgE-Antikörper. Bei weiterem Kontakt mit Pollen binden sich die IgE-Antikörper an Mastzellen, welche ebenso zum Immunsystem des Körpers gehören. Diese wiederum sind verantwortlich für die Ausschüttung der Histamine – dabei handelt es sich um Entzündungsbotenstoffe, die letztlich typische Allergiebeschwerden verursachen. Als Reaktion auf Histamin weiten sich beispielsweise die Blutbahnen, während sich die Bronchien gleichzeitig verengen. Atemprobleme sind die Folge.

Jeder Zweite weiß nichts von seiner Pollenallergie

Fest steht, dass Heuschnupfen, welcher durch die Pollenallergie hervorgerufen wird, auf jeden Fall behandelt werden muss. Bleibt die Allergie unbehandelt, kann sich daraus später Asthma entwickeln. Laut Deutscher Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie weiß nur jeder zweite Allergiker von seiner Erkrankung. Wer schon länger unter den typischen Symptomen von Heuschnupfen leidet, sollte sich daher am besten vom Arzt untersuchen lassen.

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