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Der Süden und die Mitte sind betroffen

Da Mücken stehende Gewässer für die Eiablage bevorzugen, sind gerade Hochwassergebiete in Bayern für eine Mückenplage prädestiniert. Die Mischung aus warmen Temperaturen gemixt mit starken Regenfällen bringt auch die Mitte Deutschlands in Gefahr. Unter diesen Bedingungen können sich die Plagegeister sehr schnell vermehren. Ein Weibchen der Zweiflügler kann 80 bis 200 Eier pro Tag legen, wie Biologin Eva Goris dem "Münchner Merkur" mitteilte. Bei dem derzeitigen schwül-warmen Wetter schlüpfen die Jungmücken schon nach zwei Wochen.

Mückenatlas gibt Aufschluss über Verbreitung

Wenn euch eine Mücke unterkommt, dann schlagt sie nicht tot. Schickt sie lieber zu Forschungszwecken ein. Das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) arbeitet nämlich gemeinsam mit dem Friedrich-Loeffler-Institut für Tiergesundheit (FLI) seit 2012 an einem Mückenatlas. Anhand der eingeschickten Mücken können die Forscher das Verbreitungsgebiet sowie neue Arten bestimmen. Dazu benötigen sie allerdings unversehrte Exemplare, die am besten in einer kleinen Schachtel statt in einem Umschlag versendet werden sollen.

Krankheitsübertragung möglich

Der Mückenatlas soll vor allem dabei helfen, die Übertragung von Krankheiten durch Stechmücken einzuschätzen. Die kleinen Insekten können nämlich viele ernstzunehmende Krankheiten übertragen, darunter Dengue-, Westnil- oder Chikungunya-Fieber sowie den berühmt-berüchtigten Zika-Virus. Sehr gefährlich ist besonders die Asiatische Tigermücke, die auch schon in Thüringen und Baden-Württemberg gesichtet wurde.
Angeber-Fact: Die asiatische Tigermücke und die Gelbfiebermücke gehören zu den Hauptüberträgern des Zika-Virus. Das Zentrum der aktuellen Epidemie bilden Lateinamerika und die Karibik. Während die Infektion selbst eher harmlos verläuft, stellt sie eine Gefahr für Ungeborene dar. Sie werden oft mit Schädelfehlbildungen geboren.