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Burnout-Behandlung: Regenerieren

Was tun, wenn einem der Stress in Beruf und Privatleben zu viel wird? Bei der Burnout-Behandlung spielen Entspannung, Regeneration und Arbeitsstruktur eine große Rolle. Expertin Dagmar Ruhwandl erklärt ihre Faustregel bei der Burnout Behandlung.

04.05.2012 13:30 | 1:52 Min | © mysporty

Burnout-Behandlung zielt auf individuelle Probleme

Jeder Mensch geht anders mit seinen Anforderungen um. Was der eine als starke Belastung empfindet, sehen andere als anspornende Herausforderung. Zudem überschätzen viele Burnout-Patienten ihr eigenes Leistungspotenzial und scheitern an den viel zu hohen Zielen. Damit steigt die Gefahr auszubrennen. Die Ursache für eine solche Entwicklung liegt oft schon in der Kindheit. Im Erwachsenenalter muss dann neu gelernt werden, sich und sein Können realistisch einzuschätzen, um das Risiko der Volkskrankheit zu reduzieren.

Um die Burnout-Symptome einzuordnen und anschließend in den Griff zu bekommen, sollten sich Betroffene immer an ihren Arzt wenden. Hier finden Sie einen Überblick darüber, was Patienten mit professioneller Hilfe neu lernen müssen, damit eine Burnout-Behandlung nachhaltig und erfolgreich ist.

Regeneration bei der Burnout-Behandlung

Wer kennt nicht das Gefühl: Nach einem langen Arbeitstag kommt man wie erschlagen nach Hause. Man hatte sich eigentlich fest vorgenommen, am Abend noch schnell Joggen zu gehen. Doch es fällt schwer, sich aufzuraffen. Es fehlt die nötige Kraft. Ein aktiver Ausgleich durch Sport ist bei Burnout-Patienten beliebt, kann jedoch nur ein einzelner Baustein für die Behandlung des Burnouts sein.

Eine wichtige Faustformel lautet: In der Ruhe liegt die Kraft. Passive Möglichkeiten der Burnout-Behandlung helfen zu entspannen und neue Kraft zu tanken. Hier können auch die einfachen Dinge des Lebens ausreichen: Ein schöner Schmöker bei einem Glas Rotwein oder ein Sauna-Besuch. Auch gezielte Entspannungsübungen sind leicht durchzuführen und sehr effektiv gegen Stress.

Burnout-Behandlung: Entspannen neu lernen

Sowohl für aktive als auch für passive Regeneration-Möglichkeiten gilt: Wer seine persönlichen Wege für Stressabbau nicht kennt, muss die eigene Regenerationsfähigkeit trainieren. In der Behandlung muss jeder für sich lernen, wie er persönlich am besten abschalten kann. Gerade in Phasen, in denen die Motivation nachlässt und Kräfte für eine körperliche Betätigung fehlen, ist die passive Regeneration eine gute Alternative.

Wichtig für die Veränderung: Stress abbauen

Immer und überall das Maß aller Dinge sein zu wollen, erhöht das Risiko, an Burnout zu erkranken. Wer getreu dem Motto lebt: Ich bin nur etwas wert, wenn ich permanent Leistung bringe, setzt sich unnötig unter Druck und schafft damit die Grundlage für die Krankheit. Und diese Ursachen gilt es dann, bei der Burnout-Behandlung zu überwinden. Bei aller Motivation sollte man nämlich nicht vergessen, sich auch mal zurückzunehmen, damit nicht ein Burnout in einer Depression endet. Ob im Privaten oder bei der Arbeit: Man muss nicht alles selber machen, sondern kann auch delegieren.

Delegieren meint nichts anderes, als andere Menschen die Dinge tun zu lassen, die wir theoretisch auch selber tun könnten. Diese einfache Erkenntnis ist wichtig, um der Burnout-Behandlung ein starkes Fundament im Alltag zu geben.

Delegieren statt den Einzelkämpfer zu spielen

Doch welche bis dahin selbst ausgeführte Tätigkeiten sollten betroffene Menschen abgeben und an wen überhaupt? Hier hilft schon eine einfache Checkliste, denn für die Burnout-Behandlung spielen auch ganz simple Fragen eine Rolle. Soll ich die Getränke im Supermarkt selber kaufen und sie anschließend in den Keller schleppen oder kann ich auch einen Getränke-Lieferservice kommen lassen?

Wenn Arbeit an professionelle Dienstleister abgegeben wird, entstehen Kosten. Deshalb sollte in einer Checkliste zusätzlich festgehalten werden, was das Delegieren anfallender Aufgaben im Einzelnen kostet. In der Regel sind die Kosten gar nicht so hoch. Im Falle des Getränkeservices mögen es ein paar Euro sein. Fragt man einen Freund, ob er beim Umzug helfen kann, kostet die Inanspruchnahme von Hilfe sogar nur einen Anruf. Stress abbauen und somit Burnout behandeln bzw. vorbeugen kann ganz einfach sein.

Burnout-Behandlung zielt auf positive Gedanken

Selbst wenn Menschen, die vom Stress geplagt sind, die anstehenden Aufgaben am Ende doch selbst erledigen: Schon die Gewissheit, Arbeit unter Umständen delegieren zu können, entspannt. Denn: Der verhängnisvolle Stress entsteht im Kopf. Deshalb muss die Burnout-Behandlung auch genau dort wirksam werden. Schon die Vorstellung, welch riesiger Haufen an Arbeit im Büro auf mich wartet, belastet das eigene Gemüt. Wer sich also bewusstmacht, dass er jederzeit Hilfe in Anspruch nehmen kann, ist immer entspannter. Mit dieser Erkenntnis müssen anstehende Aufgaben am Ende oft gar nicht delegiert werden. Wo kein Stress entsteht, muss man ihn anschließend auch nicht abbauen.

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