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Wo lauern Keime, die eine Erkältung auslösen?

Die Ansteckung mit einer Erkältung ist oft schneller geschehen als man glaubt. Vor den Viren gibt es scheinbar kaum einen Schutz. Es gibt ca. 200 Viren, die Erkältungen auslösen können und diese lauern praktisch überall. Wir verraten, wie und wo eine Infektion am häufigsten passiert.

20.09.2012 10:00 | 1:55 Min | © Sat.1

Ansteckung durch Erkältungs-Viren in der Luft

Wie schaffen es Erkältungen eigentlich, sich so rasant auszubreiten? Die Antwort: Schmier- und Tröpfcheninfektion. Während die Schmierinfektion auch ohne direkten Kontakt zu Infizierten erfolgen kann, setzt die Tröpfcheninfektion meist eine gewisse Nähe voraus.

Ansteckung mit Erkältung durch Tröpfcheninfektion

Um sich vor einer Tröpfcheninfektion zu schützen, sollte man unbedingt auf Distanz gehen: Am besten ist es, etwa fünf Meter Abstand zu der kranken Person zu halten. Trotzdem ist man auch dann nicht immer sicher: Klimaanlagen in öffentlichen Gebäuden und Büros sind häufig wahre Virenschleudern. Eine wissenschaftliche Computersimulation zeigt anhand eines Bürogebäudes, wie sehr Klimaanlagen den Viren bei der Verbreitung helfen können. Dagegen hilft nur der Einsatz besonders hochwertiger, regelmäßig gewarteter Filter. Ähnliches gilt übrigens auch für Lufttrockner in öffentlichen Toiletten.

Luft anhalten, um Keimen zu entkommen?

Plötzlich niest das Gegenüber. Was tun? Kann man eine Ansteckung mit Erkältungs-Viren verhindern? Viele Menschen halten reflexartig die Luft an – aber hilft das überhaupt oder ist es nur ein Mythos, dass diese Reaktion hilfreich sein soll? Tatsächlich schützt das Anhalten der Luft vor den großen Tröpfchen, die aufgrund ihrer Schwere sofort zu Boden fallen. Die feinen Tröpfchen allerdings bleiben eine ganze Weile in der Luft schweben – und irgendwann muss man wieder einatmen. Ein perfekter Schutz vor einer Erkältung ist das also nicht.

Von der Nase auf die Hand und dann überall hin

Neben der Tröpfcheninfektion ist für die Ansteckung mit einer Erkältung auch die sogenannte Schmierinfektion verantwortlich. Der unappetitliche Name ist Programm: Hier werden die Viren durch das Verschmieren winziger Mengen Nasensekret übertragen. Durch das Reiben der laufenden Nase gelangen die Erreger zunächst auf die Hände – und anschließend auf alles, was man im Laufe des Tages berührt. Auf Hände und Schleimhäute neuer Erkältungsopfer ist es dann kein weiter Weg mehr.

Ansteckung auch nach Stunden möglich

Außerhalb des Körpers können die Keime bis zu 48 Stunden aktiv bleiben. Wie lange konkret, hängt von der Virusart und der Beschaffenheit der Oberfläche ab, auf der sie landen. Sind die Erreger erst einmal auf einer neuen Hand angekommen, finden sie schnell den Weg in den Körper. Durch unbewusste Gesten wie das Reiben von Auge oder Nase gelangen die Erkältungsviren unvermeidlich auf die Hände. Von der Hand einer erkälteten Person wandern Viren an den ganzen Körper und an die unterschiedlichsten Orte in der Umgebung. Dort werden die Viren von neuen Opfern aufgenommen.

Hier droht die Infektion mit Erkältungs-Viren

Welche Gegenstände sollte man also meiden, möchte man die Ansteckung mit einem grippalen Infekt umgehen? Besonders große Ansteckungsgefahr geht vor allem von Gegenständen aus, die viele Menschen berühren. Welche das besonders an öffentlichen Orten sind und wo die meisten Keime lauern, zeigt unser Video anhand mehrerer Ansteckungslevel.

Auch in öffentlichen Toiletten lauern natürlich viele Erreger. Sie verstecken sich allerdings nicht ausschließlich an Wasserhähnen, auf der Klobrille und Türgriffen. Noch mehr Keime finden sich auf der Tür selbst, nämlich oberhalb des Türgriffs. Da viele Leute die Benutzung der Klinke scheuen, stoßen sie die Tür in Höhe des Brustbereichs auf. Eine weitere große Ansteckungsgefahr besteht beim Händeschütteln. Wenn man eine Infektion vermeiden will, sollte man erkältete Personen lieber anders begrüßen, denn laut einer Studie werden beim Händeschütteln besonders viele Viren übertragen.

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