Crocs sagen Bakterien den Kampf an

Keine Infektionen mehr, nie wieder stinkende Füße: Für dieses Versprechen nahmen Kunden auch eine Erblindung durch die gruselige Optik in Kauf, als die ersten Crocs 2002 auf den Markt kamen und die Menschheit dank wasserfestem und nicht porösem Material vor Bakterien und Pilzen schützen sollten. Doch jede Medaille hat bekanntlich zwei Seiten. Zwar bieten die Sandalen in puncto Hygiene einige Vorteile, ein Segen für die Füße sind sie trotzdem nicht. Ganz im Gegenteil, wie Orthopäden jetzt in der US-Ausgabe der „Huffington Post“ warnen.

Fehlende Stabilisierung

Wer schon mal Crocs getragen hat, weiß wie leicht und bequem die knalligen Plastikschuhe sind. Doch genau hier liegt das Problem. Da Crocs hinten offen sind, fehlt es der Ferse an einer festen Stabilisierung, sodass die Sohle verstärkt von den Zehen gehalten werden muss. Die Folge: deformierte Zehen, Sehnenentzündungen, Nagelprobleme, Hühneraugen und Hornhaut.

Für Ödempatienten geeignet

Vom Tragen der Freizeitlatschen ist jedoch nicht per se abzuraten. So können Menschen mit starken Ödemen am Bein und Fußgelenk durchaus von Crocs profitieren. Unbedenklich sind die Schuhe auch, wenn sie nur wenige Minuten am Tag getragen werden. Ansonsten gilt: Für den Tagesausflug an den Strand solltet ihr lieber zu alternativer Fußbekleidung greifen.

Angeber-Fact: Seit Markteinführung vor 14 Jahren wurden 300 Millionen Crocs-Paare in 90 Ländern verkauft. Denn meisten Menschen scheint Komfort wohl doch wichtiger zu sein als Style oder die Gesundheit.