Zuchtlachs im Visier

Ein Verbrauchermagazin nahm Lachsprodukte aus Supermärkten und Discountern einmal genauer unter die Lupe. Das Ergebnis ist erschreckend: Alle Stichproben enthielten die Chemikalie Ethoxyquin. Dieser Stoff gilt als gesundheitlich bedenklich, da er im Verdacht steht, DNA-Schäden zu verursachen.

So gelangt Chemie in den Fisch

Die Zuchtlachse nehmen Ethoxyquin über ihr Futter auf. Hier kommt die Substanz zum Einsatz, um die Nahrungsmittel länger haltbar zu machen. Einen gesetzlichen Richtwert, wie viel Ethoxyquin maximal als Rückstand im verzehrfertigen Lachs enthalten sein darf, gibt es bislang nicht.

Lachs ohne Ethoxyquin

Zum Glück für die Verbraucher gibt es aber auch chemiefreie Alternativen. Wer Wildlachs oder Biolachs kauft, kann seinen Fisch in der Regel ohne Bedenken genießen. Ersterer bekommt kein industriell hergestelltes Futter, da er nicht gezüchtet wird und Biozüchter greifen meist auf anderes Futter zurück.

Angeber-Fact: Wildlachs ist zwar weniger mit Schadstoffen belastet. Es gibt dennoch ein Argument, das gegen den Verzehr spricht: Der Fisch steht auf der Liste gefährdeter Arten, da es nur noch kleine Wildbestände gibt – die auch noch extrem bedroht sind. Der WWF empfiehlt daher, Lachs nicht regelmäßig zu essen und wenn auf Biolachs oder MSC-zertifizierten Wildlachs aus Alaska zurückzugreifen.