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Zeckenbiss: So gefährlich kann er sein

Es ranken sich viele Mythen und Gerüchte um sie – Zecken. Fest steht jedoch: Ein Zeckenbiss kann durchaus gefährlich werden. Doch nicht alles, was über die kleinen Spinnentiere gesagt wird, stimmt.

03.07.2013 11:35 | 8:10 Min |

Neue Zecken-Risikogebiete

Das Robert-Koch-Institut hat drei neue Risikogebiete für die durch Zecken übertragene und gefährliche Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) in Deutschland ausgemacht. Demnach zählen in Bayern der Stadtkreis Hof sowie der Landkreis Ostallgäu und in Thüringen der Landkreis Greiz zu den neuen Risikogebieten. Damit sind in Deutschland insgesamt nun 145 Kreise als FSME-Risikogebiete ausgewiesen - vor allem in Bayern, Baden-Württemberg, Südhessen und im südöstlichen Thüringen. Eine detaillierte Karte der Risikiogebiete hat das Robert-Koch-Institut unter www.rki.de veröffentlicht.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt eine FSME-Impfung für Kinder unhd Erwachsene, die in Risikogebieten leben. Bei Reisen in entsprechende Risikogebiete sollte eine Impfung mindestens 14 Tage vorher erfolgen.

Zeckenbiss kann lebensgefährlich sein

Zunächst sei gesagt, dass 96 von 100 Zecken völlig harmlos sind. In seltenen Fällen können die fiesen Krabbeltiere aber Krankheiten übertragen, und zwar über den sogenannten Zeckenbiss, welcher eigentlich ein Stich ist. Beim Versuch der Zecke, Blut abzuzapfen, können Krankheitserreger in die Blutbahn des Opfers gelangen. Die größte Gefahr geht von der Krankheit Borreliose, einer bakteriellen Infektion oder der von Viren ausgelösten Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) aus. Je nach Erregermenge können die Krankheiten unterschiedlich stark ausfallen. Borreliose kann sich jedoch bei großen Bakterienmengen zu einer schmerzhaften Infektion im ganzen Körper entwickeln. Die FSME kann sogar eine gefährliche Hirnhautentzündung zur Folge haben, die im schlimmsten Fall tödlich endet. Häufig äußern sich Borreliose-Symptome ähnlich wie die einer leichten Grippe. Ebenso bei der FSME.

Schutz vor Zecken: Lange Kleidung, Impfung und Spray

Sie können sich vor einem Zeckenbiss niemals hundertprozentig schützen. Jedoch können Sie mit einfachen Mitteln das Risiko minimieren, gestochen zu werden. Während es gegen Borreliose keine Impfungen gibt, können Sie sich gegen FSME impfen lassen. Experten empfehlen insbesondere in Risikogebieten wie Bayern oder Baden-Württemberg eine flächendeckende FSME-Impfung.

Fernab der Zeckenimpfung können Sie sich vor einem Zeckenbiss schützen, indem Sie den Tieren den Übergang auf Ihren Körper erschweren. Tragen Sie in der freien Natur, insbesondere im Wald oder auf Wiesen, lange Hosen und stecken Sie die Hose in die Socken. Abends sollten Sie Ihren Körper nach Zecken absuchen: Mit einer Pinzette und der richtigen Technik können Sie Zecken entfernen. Auch Anti-Zecken-Sprays können helfen, bieten aber keinen garantierten Schutz. Sprühen Sie Ihre Haut und Kleidung mit den Sprays ein – vor allem im Bein- und Fußbereich.

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