Karneval: Auf die Fastenzeit vorbereiten

               

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Bevor die Fastenzeit vor Ostern beginnt, dürfen die Christen im Karneval noch einmal nach Leibeslust schlemmen. Schließlich ist dies die letzte Gelegenheit für lange Zeit.

Fastenzeit: Fleisch, leb wohl!

Der Karneval und die Fastenzeit stehen in einem engen Zusammenhang: Das ausschweifende Fest, das bis ins Mittelalter heidnisch geprägt war, wurde von der katholischen Kirche umgedeutet und als Vorbereitung auf die vierzigtägige Fastenzeit vor Ostern definiert. Während des Fastens war es Christen nicht erlaubt, Fleisch, Milchprodukte oder Eier zu verzehren. Nicht umsonst leitet sich der Begriff Karneval vom lateinischen “carne val“ ab, das so viel bedeutet wie “Fleisch, leb wohl“. Die sogenannte österliche Bußzeit sollte die Gläubigen an das vierzigtägige Fasten Jesu in der Wüste erinnern, das im Matthäusevangelium beschrieben wird.

Schlemmen, solange es noch geht

Die Tage vor Aschermittwoch, dem offiziellen Beginn der Fastenzeit, stehen im Zeichen des hemmungslosen Schlemmens: Rheinischer Sauerbraten, Dicke Bohnen mit Speck und Schwarzwürste sind reich an tierischem Eiweiß und Fett, das in den kommenden Wochen vom Speiseplan gestrichen wird. Zu den traditionellen Faschingsrezepten gehören auch reichhaltige Süßspeisen wie Krapfen und Mutzenmandeln. Die kalorienreichen Gebäckarten werden in siedendem Fett ausgebacken. Die fettreiche Ernährung während der Faschingszeit hat gleich zwei praktische Nutzen: So können verderbliche Lebensmittel wie Eier, Butter und Fleisch vor der Fastenzeit aufgebraucht werden. Gleichzeitig stellt die schwere Kost eine Grundlage für den Alkoholgenuss dar.